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Auswandern als Familie

Auswandern als Familie: Wie Eltern die Eingewöhnung erleichtern können

Das Auswandern mit Nachwuchs ist keine leichte Übung. Der Umzug in eine fremde Umgebung ist nicht nur mit der Trennung von Freunden und Familie in Deutschland verbunden, sondern auch mit einem neuen Zuhause, anderen Bezugspersonen und oft mit einer unbekannten Sprache. Kinder sind von den zahlreichen Eindrücken häufig überfordert. Glücklicherweise können Eltern einiges tun, um ihnen die Eingewöhnung zu erleichtern und sicherzustellen, dass sie sich schnellstmöglich wohlfühlen.
Nachfolgend praktische Tipps für einen sanften Übergang.

Kinder am Planen teilhaben lassen

Werden Kinder von heute auf morgen mit dem Thema Auswandern überrumpelt und sollen sich innerhalb kurzer Zeit damit anfreunden, sind die Probleme vorprogrammiert. Eltern sollten, vorausgesetzt das Alter des Nachwuchses lässt es zu, möglichst früh offen über das Vorhaben sprechen. Im Idealfall werden sowohl positive als auch negative Aspekte des Umzugs thematisiert. Das beugt einer falschen Erwartungshaltung vor und schafft klare Verhältnisse. Zudem sollte es den Kleinen erlaubt sein Fragen zu stellen, damit sie sich ein umfassendes Bild machen können. Oft beschäftigen Kinder völlig andere Themen als Erwachsene. Ein transparenter Umgang mit den Fakten ist immer von Vorteil.

Mit Aufmerksamkeiten die Neugier wecken

Kleine Geschenke können die Vorfreude auf das Auswanderungsziel steigern und Kinder neugierig auf die Besonderheiten der neuen Heimat machen. Wer in Strandnähe zieht, macht mit Wasserspielzeug, einer Schnorchelausrüstung und ähnlichem Lust auf das kühle Nass und kann mit farbenfrohen Luftmatratzen gute Laune erzeugen. Worauf es beim Kauf einer Luftmatratze fürs Wasser ankommt, hat das Ratgeberportal rund um aufblasbare Matratzen und Reisebetten zusammengefasst. In der Artikelübersicht wurden empfehlenswerte Angebote für Kinder und Jugendliche arrangiert. Hinsichtlich der Anschaffung von Zubehör zum Tauchen und Schnorcheln ist die Beratung durch Tauchlehrer ratsam. Geht es stattdessen in kalte Regionen mit Schneegarantie? Ein Schlitten oder Accessoires für kuschelige Wärme, wie Stiefel oder bunte Mützen und Schals sind dann thematisch passende Alternativen. Sperrige Extras, wie in diesem Beispiel der Schlitten, sind beim Auswandern natürlich nicht immer sinnvoll. Schließlich gilt es Gepäck zu sparen. Spannende Bilder und Broschüren, welche die Vorzüge der künftigen Heimat authentisch betonen, lassen sich alternativ inszenieren. Werden vor Ort Huskys oder andere besondere Tiere vertreten sein? Sicherlich gibt es Kuscheltiere, die Kindern das Identifizieren mit der fremden Umgebung erleichtern. Auch Kinderbücher sind eine hervorragende Option, um die Eingewöhnung möglichst reibungslos zu gestalten. Einige Beispiele:

  • Elly, die kleine Hausspinne (Teil 1: Elly muss auswandern) von Norbert Schwarzschulz
  • Wir ziehen um von Frauke Nahrgang
  • Clara, der Mond und das neue Zuhause von Christa Kempter

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Kinderzimmer einrichten

Damit der Nachwuchs zügig im neuen Zuhause „ankommen“ kann, muss das Kinder- beziehungsweise Jugendzimmer zuerst eingerichtet werden. Dabei sollte der Nachwuchs über Farben, Möbel und ähnliches mitbestimmen dürfen. Das fördert die erfolgreiche Eingewöhnung. Hilfreich sind Lieblingsdinge, die Kinder ins neue Zuhause mitnehmen dürfen. Die Anwesenheit vertrauter Gegenstände hat großen Einfluss auf das Wohlbefinden, was Eltern keinesfalls unterschätzen sollten. Schöner Wohnen hat 20 Tipps für gemütliche Kinderzimmer zusammengefasst.

Rituale und ein gewohnter Rhythmus

Was eine behagliche Stimmung zuhause ebenfalls steigert, sind ein fester Tagesrhythmus und familiäre Rituale. Feste Essens- und Schlafenszeiten tragen bereits maßgeblich dazu bei, dass der gesamten Familie das Eingewöhnen leichter fällt. Ein Rhythmus gibt Sicherheit. Gleiches gilt für Rituale. Vielleicht gibt es ein Frühstücksritual am Wochenende, das ein besonders ausgiebiges Beisammensitzen vorsieht oder ein fixer Wochentag, an dem alle gemeinsam einen Spieleabend verbringen. Eltern sollten sich hierzu ausgiebig Gedanken machen und mit ihren Kindern austauschen.

Erwartungen drosseln

Einer der größten Fehler von Erwachsenen besteht darin, dass sie zu hohe Erwartungen an die ersten Wochen und Monate nach dem Auswandern haben. Stolpersteine und Probleme sind völlig normal. Gerade mit Nachwuchs. Schlafstörungen, eine Verschlechterung der schulischen Leistungen oder gar Bettnässen bei den Kleinsten sind keine Seltenheit. Derartige Vorkommnisse sollten zwar ernst genommen, aber nicht dramatisiert werden. Kinder brauchen Zeit, um sowohl körperlich als auch mental im neuen Land anzukommen. Das löst Stress aus, der viele verschiedene Folgen haben kann. Mit Zuneigung, Aufmerksamkeit und Geduld gelingt die Eingewöhnung dennoch. Zeit ist der entscheidende Faktor.

Weitere Tipps:

  • Soziale Kontakte knüpfen (Nachbarn, Kindergarten, Schule, Vereine)
  • Intensive Sprachförderung anstreben, da Verständigungsprobleme die Eingewöhnung massiv erschweren.
  • Arbeitgeber um Hilfe bitten. Viele Unternehmen unterstützen Familien mit speziellen Programmen.
Worauf es ergänzend bei Babys, Klein- und Schulkindern sowie Teenagern ankommt, wurde im Ratgeber zum Auswandern mit Kind erläutert. Unter anderem werden Themen wie Schulwechsel, Krankenversicherung und Sprachförderung vertieft.