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Reiseapotheke: Das Wichtigste für den Notfall!

Reiseapotheke: Das Wichtigste für den Notfall!

Der Urlaub steht vor der Tür und Sie planen bereits die Packliste? Da darf die Notfallapotheke in keinem Fall fehlen. Das gilt speziell für Menschen mit Vorerkrankungen oder Familien mit kleinen Kindern. Aber welche Medikamente und Wundmittel sollte man einpacken? Ob man nur für einige Wochen verreist oder gar direkt auswandert: In die Reiseapotheke gehören grundsätzlich alle Medikamente und Versorgungsmittel, die man auch Zuhause verwendet. Darüber hinaus sollte die Reiseapotheke individuell angepasst werden – auf die Reisenden und das Reiseziel bzw. die geplanten Aktivitäten.

Warum eine Reiseapotheke packen?

Rund ein Viertel der Reisenden packt keine Notfallapotheke für den Urlaub. Das kann sich im Ernstfall rächen. Denn wer bereits die wichtigsten Medikamente und Verbandmaterialien mit in den Urlaub nimmt, spart vor Ort Zeit und Mühe, eine Apotheke zu finden. Das kann je nach Reiseort sehr schwierig werden. Viel wichtiger ist jedoch, dass man jene Medikamente und Mittel anwenden kann, die man bereits kennt und weiß, dass diese verträglich sind. Insbesondere in Afrika und Asien sind viele gefälschte Medikamente im Umlauf, selbst in Apotheken. Man weiß nie, wie man auf derlei Mittel reagiert und ob sie im Notfall überhaupt eine Wirkung haben.

Kurzreisen nicht unterschätzen

Bei einer Kurzreise über das Wochenende oder wenige Tage lassen sich viele Menschen dazu hinreißen, keine Notfallapotheke mitzunehmen – oder werden gar leichtsinnig bei Speisen, auf öffentlichen Toiletten und dergleichen. Aber auf Kurzreisen ist nicht nur die Vor-Ort-Versorgung wichtig, sondern auch die Prävention. Denn schnell kann der Wechsel verschiedener Klimazonen oder der Kontakt mit Menschen und Tieren am Reiseziel zu einer Erkrankung führen, die erst Zuhause ausbricht.

Grundsätzliches für die Reiseapotheke

Auf alle Erkrankungen und Verletzungen kann man im Urlaub nicht vorbereitet sein, aber auf einige. Zu den häufigsten Erkrankungen auf Reisen zählen Erkältungen, Magen-Darm-Beschwerden, Verstauchungen oder Prellungen, Allergien, Sonnenbrand und Insektenstiche. Auch von Knochenbrüchen und Verkehrsunfällen bleiben Urlauber nicht verschont. Gegen diese Verletzungen hilft aber nur der Arzt und kein Mittel aus der Reiseapotheke.

Was sollte in der Reiseapotheke enthalten sein?

  • Mittel gegen Reiseübelkeit, Durchfall, Erbrechen
  • Medikamente gegen Kopfschmerzen, Sodbrennen, Fieber
  • Hustensaft, Nasenspray, Halstabletten
  • Wund- und Heilsalbe, Desinfektionsmittel
  • Kühlbandagen, Fieberthermometer, Zeckenzange, Pinzette
  • Mittel bei Insektenstichen oder Allergie
  • Augen- und Ohrentropfen
  • Verbandmaterial & Pflaster, ggf. auch Blasenpflaster

Wer die Medikamente, Salben und Verbandmaterialien vor dem Urlaub nicht neu kauft, zum Beispiel auf Shop Apotheke, sollte unbedingt auf die Verbrauchsdaten schauen. Andernfalls bleibt die Wirkung aus oder es ist mit Unverträglichkeit zu rechnen.

Das sollte die Reiseapotheke ergänzen

Sie kennen sich beziehungsweise ihre Mitreisenden am besten. Sie kennen Vorerkrankungen oder häufige Beschwerden auf Reisen. Also sollten Sie die entsprechenden Mittel in die Reiseapotheke packen. Gleiches gilt für die geplanten Aktivitäten – zum Beispiel Sonnenbaden, Tauchen, Klettern oder Wandern.

Medikamente & Wundmittel bei Vorerkrankungen

  • Mittel gegen Allergien
  • Medikamente bei Diabetes, Herzkreislaufproblemen, Lungenleiden, etc.
  • Thrombosestrümpfe für längere Flug- und Autoreisen bei entsprechender Vorbelastung

Wichtig: Alle Medikamente sollten in ausreichender Menge mitgeführt werden. Im Idealfall ist die Reise im Vorfeld mit dem behandelnden Arzt durchgesprochen. Grundsätzlich immer die Medikamente in der Originalverpackung mit Beipackzettel mitführen. Das gilt insbesondere für Reisen ins Ausland.

Medikamente & Wundmittel nach Aktivität

  • Aktivurlaub (Wandern, Klettern, Mountainbiken, etc.): Wund- und Heilsalbe für Hautverletzungen, Verstauchungen und Prellungen, Wundspray, Blasenpflaster, Fußpflegemittel, Lippenschutz, Sonnenschutz, Magnesiumtabletten, Zeckenzange, Insektenschutz
  • Strandurlaub (Sonnen, Baden, Tauchen): Mittel gegen Sonnenallergie und Sonnenbrand, Schmerzmittel bei Sonnenbrand, Mittel gegen Insektenstiche, Ohren- und Augentropfen
  • Städtereisen: Halstabletten, Sonnenschutz, Desinfektionsgel, Schmerztabletten, Mittel gegen Durchfall oder Verstopfung, Blasenpflaster, Fußpflegemittel
  • Reisen mit Kindern: Mittel gegen Durchfall, Fieberzäpfchen, Sonnenschutz, Ohrentropfen, Pflaster und Verbandmaterialien, Insektenschutz, Allergiemittel, Hustensaft, Nasenspray
  • Reisen in der Schwangerschaft: Immer über das Reiseziel informieren (u.a. bezüglich Zika-Virus, Malaria oder Gelbfieber), Thrombosestrümpfe, Mittel gegen Durchfall, Desinfektionsgel

Wichtig: Schwangere sollten immer im Vorfeld mit ihrem Arzt sprechen, ob eine Reise möglich ist und was für das jeweilige Reisegebiet zu beachten ist.

Medikamente & Wundmittel nach Reiseziel

  • Schutzimpfungen für bestimmte Auslandsreisen: Auf der Internetseite des Auswärtigen Amts werden offizielle Reiseempfehlungen für unterschiedliche Länder ausgesprochen – insbesondere Gesundheitsvorkehrungen.
  • Andere Gesundheitsrisiken können Insekten- oder Moskitostiche, Darminfekte oder Malaria sein. Auch diese Informationen kann man für das jeweilige Reiseziel im Vorfeld abrufen. Wichtig: Frühzeitig informieren, damit z.B. der Impfschutz bei Reiseantritt intakt ist.

Was ist bei Einnahme von Medikamenten im Urlaub zu beachten?

Grundsätzlich sollten Sie die Anweisungen beachten, die Apotheker, Arzt oder Beipackzettel zu dem Medikament vorgeben. Darüber hinaus ist es wichtig, dass Sie – speziell im Sommerurlaub – nach der Einnahme die Sonne zunächst meiden. Viele Medikamente und Tabletten vertragen sich nicht mit einem ausgiebigen Sonnenbad. Mögliche Folgen können zum Beispiel Hautirritationen sein. Ähnliches gilt für Medikamente, die zum Beispiel die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen: Bleiben Sie lieber aus der Sonne und ruhen Sie sich im Schatten oder im Gebäude aus. Dadurch ist der Körper der starken Sonneneinstrahlung und Hitze nicht ausgesetzt und kann sich besser erholen.