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Auswandern in das Vereinigte Königreich: einen Neustart auf dem größten Inselstaat Europas wagen

Ein fremdes Land, eine ungewohnte Mentalität, neue Leute – Auswandern bedeutet nicht nur, seine Heimat hinter sich zu lassen und sich in einer ungewohnten Umgebung eine neue Existenz aufzubauen, sondern auch sich mit neuen Lebensgewohnheiten und Kulturen vertraut zu machen. Dass man eine neue Sprache erlernt und seine globale Vernetzung aufbessert sind weitere Pluspunkte. Man lässt den gewohnten Alltag hinter sich und taucht in ein interessantes, erlebnisreiches Abenteuer ein.

Auf seinem Weg wird man allerdings fernab von einigen Erwartungen nicht nur positive Erfahrungen machen. Damit Probleme und Risiken so klein gehalten werden wie möglich, sollten an Abläufe genauestens geplant werden.

Der Entschluss zum Auswandern steht fest – nun fragt sich aber noch, in welchem Land man in sein neues Leben starten möchten. Wie wäre es denn mit dem Vereinigten Königreich? Großbritannien ist schon seit vielen Jahren ein angesehener Ort für die Verwirklichung einer neuen Existenz. Das Land lebt zwar von den typischen Assoziationen wie Regenwetter, Tee trinken und das Königreich, hat aber obendrein noch weitaus mehr zu bieten. 

Warum in die UK?

Einer der größten Anreize, der sich Auswanderer bietet, ist zweifelsohne die Sprache. Englisch ist mit 1,5 Milliarden Muttersprachlern die weitverbreiteste Sprache der Welt und zudem einfach zu erlernen. Das Beherrschen der Sprache stellt aufgrund des weiten Gebrauchs in jeder Hinsicht – ob bei einem internationalen Job oder auf der Urlaubsreise – einen großen Vorteil dar.

Das ist aber lange nicht der einzige Grund, warum sich die Verwirklichung eines interessanten, neuen Lebens in Großbritannien lohnt. Die Einwanderung stellt sich für einen Europäer als höchst simple Angelegenheit ohne große Einschränkungen dar, denn es gibt hierzulande keine Meldepflicht Eine Aufenthaltsgenehmigung kann .zwar beantragt werden,  ist aber nicht für jeden verpflichtend. Auswanderer können rein rechtlich unverzüglich nach Ankunft in Großbritannien eine Arbeit annehmen, ein Konto eröffnen oder gar eine Wohnung mieten bzw. Eigentum erwerben. 

Neben weiten Graslandschaften und vielseitigen attraktiven Reisezielen nahe der Küste bietet das Vereinigte Königreich denen, die eine erfolgreiche Karriere anstreben, aufregende Großstädte und Weltmetropolen. Vor allem die Hauptstadt London überzeugt mit einem weltweiten Ansehen als einer der wichtigsten Kultur-, Finanz- und Handelszentren der Welt: Hier sind nicht nur alle Banken und Versicherungen Großbritanniens sondern auch mächtige internationale Konzerne vertreten. Neben Computer- und Hightech-Unternehmen in Thames Valley haben sich in Newcastle Branchen wie Chemie, Nanotechnologie und Spielesoftware angesiedelt, während in Cambridge Forschungen im Bereich Biotechnologie und Pharmazie getrieben wird.

Hinzu kommt, dass sich das Vereinigte Königreich als Land mit starkem internationalem Einfluss etablieren konnte: Großbritannien ist nicht nur aufgrund seiner ständigen Mitgliedschaft im Sicherheitsrat und in der Commonwealth of Nations wirtschaftlich stark sondern beweist sich auch als einflussreiche Atommacht. Nicht zuletzt sorgt diese globale Stellung für Sicherheit im Alltag und eine hohe Lebensqualität.

Fernab von modernem Leben mit guten beruflichen Perspektiven und interessanten Städten verbindet man mit dem Vereinigten Königreich aber auch das kulturelle Erbe Großbritanniens: Es ist die Heimat von Vertretern der literarischen Kunst und Architektur Englands. Nicht selten wird man hierzulande auch im Alltag auch Tradition stoßen, die es so schon im Mittelalter gab. Dies verleiht England unglaublichen Charme und verspricht Auswanderern eine interessante Lebenskultur. 

Das Klima

Das Vereinigte Königreich ist bekannt für sein trübes Wetter: Die jährliche Sonnenscheindauer ist relativ gering, die Sonne lässt sich nur an einem Drittel des Jahres blicken. Stattdessen stehen graue Regentage umso häufiger auf dem Programm und der Himmel ist so gut wie immer bewölkt.

Das Klima wird stark durch den Atlantischen Ozean und den Golfstrom beeinflusst, welche für ein relativ mildes Klima im Vergleich zu anderen Ländern gleichen Breitengrades sorgen. Das ozeanische Klima mit konstanter Luftfeuchtigkeit bringt nicht nur in den bergigen Regionen Nebel sondern auch sehr viel Wind mit sich.

In England herrscht ein gemäßigtes, feuchtes Klima, welches aufgrund von warmer, tropischer und kalter polarer Luft nicht sehr beständig ist. Die Sommer sind relativ warm, und aufgrund des Golfstroms wärmer als andere vergleichbare Gebiete. Die Durchschnittstemperaturen liegen in den Sommermonaten bei 14-30°C.

Die Winter sind vor allem im Norden zwar kalt, allerdings so gut wie nie unter dem Gefrierpunkt. Die durchschnittlichen Temperaturen erreichen im Winter 1-5 °C. Gerade deshalb fällt hier auch nur sehr selten Schnee. Stattdessen treten oft Sturmwinde und Überschwemmungen auf. Ausgenommen hiervon sind die schottischen Highlands, wo Wintersportler in den Wintermonaten auf ihre Kosten kommen.

Im Osten und Süden ist es aufgrund der Auswirkung des Golfstroms generell trockener und wärmer als im Norden und Westen. Auch in der Hauptstadt London ist es oftmals ein paar Grad wärmer als in den umliegenden Gebieten, da sich die Wärme in der Innenstadt hält und somit ein wärmeres Mikroklima entsteht. 

Geographie und Landschaft

Das Vereinigte Königreich ist ein auf den Britischen Inseln gelegener Staat und mit der Hauptinsel Großbritannien, mehreren unterschiedlichen Inselgruppen und einem Sechstel von Irland der drittbevölkerungsreichste Staat Europas.

Im Süden Großbritanniens liegt England, der größte Teilstaat des Königreiches. England setzt sich größtenteils aus von Hügelketten durchzogenen Tiefebenen zusammen. Vor allem der Süden und der Osten sind durch flache Hügelzüge geprägt, nur im Norden des Landes lassen sich Mittelgebirge wie beispielsweise die Cumbrian Mountains und die Pennines finden. England schließt im Norden an Schottland, im Westen an Wales, im Osten an die Nordsee und im Süden an den Ärmelkanal an. Hierzulande lassen sich 9 Nationalparks auffinden. 

Der nördlichste Teil Großbritanniens besteht aus Schottland und seinen zugehörigen Inselgruppen. Im Norden und Westen des Landes befinde sich die gebirgigen Highlands, im Zentrum findet man das flache Central Belt, in dem der Großteil der Bevölkerung wohnt und im Süden trifft man auf die Southern Uplands. Die Westküste des Landes wird stark durch vorgelagerte Inseln und Fjorde geprägt, die tief in das Landesinnere reichen geprägt. Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands, markiert nach London den zweitgrößten Finanzplatz des Königreiches.

Wales, der kleinste Bereich des Königreiches besteht wiederum fast nur aus Mittelgebirgen, vor allem aus dem Kambrischen Gebirge. Wales ist im Norden von dem Irischen See, im Westen vom St. Georgskanal und im Süden vom Bristolkanal umgeben. Zudem weist Wales Steilküsten und auslaufende Strände und drei Nationalparks auf. Ein Großteil der Bevölkerung hat sich auf einem schmalen Küstenstreifen am Bristolkanal angesiedelt.

Der kleinste Teilstaat des Vereinigten Königreiches ist Nordirland, der nördlichste Teil der irischen Insel.  Nordirland ist überwiegend wellenartig und grenzt im Südosten an das Gebirge der Mourne Mountains. In dessen Gebirgen befinden sich nicht nur vielzählige Moore und Heiden sondern auch Wildtiere wie Rothirsche, Dammhirsche, Wasserrehe und halbwilde Ponys. Eine weitere Besonderheit Nordirlands ist auch der größte Binnensee der Britischen Inseln, der Lough Neagh, welcher in der Mitte des Landes gelegen ist. 

Die Geschichte des Vereinigten Königreichs

6.500 v. Chr. markierte nicht nur die Formierung des Kanals, welcher Großbritannien und den Rest Europas unterteilt, sondern auch die Gründung Großbritanniens. Ab. 750 v.Chr. begann in Großbritannien die Entwicklung und Produktion von Werkzeugen und Waffen.

43 v. Chr. begann die Zeit der römischen Regierung: Die Römer überquerten den Kanal, gründeten das heutige London und reichten in zehn Jahren Herrschaft in das Gebiet der Briten hinein.

1066  wurde durch Wilhelm der Eroberer, welcher in Britannien einmarschierte  und über England und Schottland regierte, das derzeitige Klassensystem radikal geändert und unter anderem Französisch als offizielle Landessprache eingeführt.

Ab dem Jahre 1348 fügte die Pest der Wirtschaft und vor allem der Bevölkerung großen Schaden zu und verringerte die Einwohnerzahl Großbritanniens um ein Drittel. Im 17. Jahrhundert wurde versucht, die Wirtschaft mithilfe von parlamentarischer Gesetzgebung wieder herzustellen.

1485 wurde Großbritannien von Henry Tudor erobert, welcher, nachdem er an die Macht kam, Elizabeth of York heiratete. Als diese starb, wurde James VI. zum ersten König Großbritanniens ernannt. 

Unter dem Thron von Georg I. wurde erstmals das Amt des Premierministers geschaffen und Sir Robert Walpole wurde zum Ersten Minister ernannt. 

Anfang des 18. Jahrhunderts schlossen sich die Königreiche England und Schottland in der „Act of Union“ zum Königreich Großbritannien zusammen. Wale war bereits ab dem 16. Jahrhundert Teil des englischen Königreiches. 1800 wurde dann mit der Vereinigung der Königreiche Großbritannien und Irland das Vereinigte Königreich gegründet.

1837 kam die Monarchin Victoria auf den britischen Thron und brachte einige konstitutionelle Änderungen mit sich: im 17. Jahrhundert unterstand nur die Gesetzgebung dem Parlament, wohingegen dann im 18. Jahrhundert auch die Exekutive zur Aufgabe des Parlaments wurde. in den „People’s Charter“ wurden Forderungen für das allgemeine Wahlrecht veröffentlicht, welche allerdings im Parlament abgelehnt wurden und erst in der heutigen Verfassung einen wichtigen Bestandteil darstellen. 

Im 19. Jahrhundert war Großbritannien die führende See- und Industriemacht und zudem ein wichtiger Antrieb des Fortschritts von Technologie, Wissenschaft und Literatur.

Auf seinem Gipfel der kriegerischen Eroberungen erstreckte sich das Britische Imperium auf einem Viertel der Erdfläche. Obwohl Großbritannien zu den Siegernationen gehörte, verlor das Königreich mit dem Verlust der meisten Landesteile im Ersten und Zweiten Weltkrieg allerdings auch einen großen Teil seiner Weltmachtstellung. Im 20. Jahrhundert war Großbritanniens Bedeutung stark zurückgegangen und das Imperium löste sich weitestgehend auf. 

Im Jahr 1945 kam die Labour Party an die Macht und führte den National Health Service ein, welcher trotz ökonomischer Krisen für große Hoffnungen und starken Enthusiasmus in der britischen Bevölkerung sorgte.

Einen weiteren Schwerpunkt in der Geschichte des Königreiches stellt die Mitgründung der NATO und der Vereinten Nationen dar. Das Vereinigte Königreich entwickelte sic als Mitglied im Sicherheitsrat der UN und der Commonwealth zu einer modernen Nation Europas mit einer globalen Außenpolitik.

Heute ist Großbritannien die älteste konstitutionelle Monarchie mit dem Staatsoberhaupt Königin Elizabeth II. und dem Regierungschef David Cameron. Bei dieser Regierung hat nicht das Staatsoberhaupt sondern  die geschriebene Verfassung die politische und gesetzgebende Macht. 

Land und Leute im Königreich

Das Vereinigte Königreich setzt sich aus vielen verschiedenen Volksgruppen zusammen: Neben dem Einheimischen haben sich über die Jahre vielzählige Einwanderer aus den Kolonialländern wie Jamaika, Trinidad und Tobago sowie aus Indien und China angesiedelt. Aber auch unter Europäern hat sich das Vereinigte Königreich als beliebtes Auswandererland etabliert.

Vor allem London gilt als Zentrum vieler verschiedener internationaler Diversitäten. Diese wollen nicht nur die interessante Metropole hautnah erleben, sondern auch von der wirtschaftlichen Stärke dieser Stadt profitieren. Zudem ist auch ein großer Teil der muslimischen Briten in London vertreten. 

Dank der unterschiedlichen Volksgruppen ist auch die Kultur der Briten sehr multikulturell und vielseitig:

England ist sowohl typisch für seine traditionellen Volkstänze als auch für verwandte Bräuche und Zeremonien. Ebenso werden den Bewohnern Englands zahlreiche traditionelle Festivals geboten. Hinzu kommen unzählige Sehenswürdigkeiten wie der Big Ben, das London Eye, der Hyde Park und der Königspalast.

Schottland hingegen weist mit seinem weltbekannten schottischen Whiskey, dem Männerschottenrock und seinem Dudelsack eine ganz eigene Kultur auf. Ein wichtiger Bestandteil der schottischen Kultur sind auch die jährlichen Highland Games, vielzählige schottische Sportwettkämpfe und das Hochlandtreffen Schottlands.

Auch Nordirland mit einzigartigen Schlössern und Burgen sticht mit einer eigenen Kultur hervor, von der unzählige Theater und Museen, Austernfestivals und Pferdemärte nicht wegzudenken sind.

Nicht zuletzt hat auch Wales in kultureller Hinsicht einiges zu bieten: über die Jahre hinweg wurde Wales zum Mittelpunkt britischer Popmusik und entwickelte eine individuelle Literatur. 

Der britische Arbeitsmarkt

Den großen Reiz stellt für viele karrierefreudige Auswanderer der Arbeitsmarkt in Großbritannien dar: Großbritannien ist eines der führenden Handels- und Finanzzentren der Welt. Hinzu kommt eine hochmoderne und effiziente Landwirtschaft. Für EU- Bürger ist es eine Leichtigkeit, in England zu arbeiten; nicht zuletzt, weil sie nicht gegenüber englischen Arbeitssuchenden benachteiligt werden dürfen.

Es gibt vielseitige Angebote an Jobs in so gut wie jedem Bereich und Fachkräfte sind im Dienstleistungs- und Informationssektor, im Gesundheitswesen und im Finanzbereich sowie in der Kommunikationsbranche gefragt.

Gute Perspektiven auf dem britischen Arbeitsmarkt haben zudem Ärzte, Psychiater und Sozialarbeiter sowie Akademiker für Banken, Versicherungen und Dienstleister aus Werbung und PR. Auch Fachkräfte für Ingenieurwesen, Lebenswissenschaften und Elektrodesign haben gute Karten.

Eine weitere attraktive Alternative für Einwanderer ist die in England sehr populäre Zeitarbeit: sie stellt hierzulande keineswegs nur eine Übergangslösung dar, sondern ist vor allem unter Einwanderern, Studenten und Angestellten mit geringem Einkommen ein flexibler und gleichberechtigter Weg.  Als „Temp“ ist man in England frei, mobil und flexibel. Zudem werden bessere Verdienst-Chancen garantiert und man kann aus einer Vielzahl an Jobangeboten wählen. Viele Briten nehmen hierfür gerne das Risiko von geringeren Aufstiegschancen und keiner sozialen Absicherung in Kauf. 

Behördengänge und Versicherungen

Eine eigene Krankenversicherung benötigt man als Auswanderer und Arbeitnehmer in Großbritannien nicht. Sobald man hierzulande einen Wohnsitz hat, wird einem der „National Health Service“ gewährleistet und man hat Anspruch auf kostenlose Gesundheitsversorgung und Behandlungen. Das staatliche Gesundheitssystem beinhaltet allerdings nicht immer alle nötigen Leistungen und genießt nicht den besten Ruf, weshalb sich einige Zusatzversicherungen sehr oft lohnen können.

Mitarbeitern werden diese zusätzlichen Versicherungen vereinzelt von Arbeitgebern in Form eines Zuschusses oder einer Partnerversicherung geboten. Ansonsten müssen sie von den betroffenen Privatpersonen getragen werden.

Ein weiterer Behördengang, der für Auswanderer einen Schwerpunkt darstellt, ist die Eröffnung eines Bankkontos. Dieses ist notwendig, um im Vereinigten Königreich eine Wohnung zu bekommen. Vor allem für Auswanderer, die in WG’s oder Shared Houses leben, kann das Bankkonto eine kleine Herausforderung darstellen. Der Knackpunkt bei der ganzen Sache ist, dass man für die Eröffnung des Kontos in der Regel den Nachweis einer Wohnadresse  benötigt. Als Adressnachweis wird deshalb auch mitunter ein Empfehlungsschreiben des Arbeitgebers anerkannt.

Sobald man sich im Vereinigten Königreich niedergelassen und einen Job gefunden hat, muss man die sogenannte National Insurance Number beantragen. Hierfür vereinbart man ein Interview bei dem zuständigen Social Security Office, zu dem wichtige Unterlagen wie den Pass, Arbeitsvertrag und einen Adressnachweis mitzubringen kann. Auch der Eintrag ins Wahlregister ist hierüber möglich. 

Einen Teil seines Lohnes zahlt man als Arbeitnehmer in die Staatskasse Englands, um später Rente beziehen zu können. Allerdings ist die staatliche Rente für den Großteil der Bevölkerung ungenügend, weshalb es sich auch für Auswanderer oftmals lohnt, einen privaten Rentenfond zu beziehen. 

Die Lebenshaltungskosten

Auswandern nach Großbritannien bedeutet nicht nur, sich mit einer neuen Kultur und Mentalität auseinanderzusetzen, sondern ist auch ein Versprechen zu einem interessanten, aufregenden Leben in einer der pulsierenden Metropolen des Vereinigten Königreiches.

So ein lebenswerter Alltag ist jedoch oftmals auch mit hohen Kosten verbunden. Die Lebenshaltungskosten liegen 15% über dem mitteleuropäischen Vergleich und sind meist höher als in den teuersten Städten Deutschlands wie zum Beispiel München. Nicht zuletzt ist London schließlich die teuerste Stadt Europas. In Bezug auf die Kosten im Alltag: Lebensmittel sind recht kostspielig, weshalb es sich empfiehlt, direkt bei den Farmern auf den Wochenmärkten frisches Gemüse, Obst und Fleisch zu kaufen.

Auch ein einfaches Essen außerhalb des eigenen Heims ist mit durchschnittlich 30€  und ein 4€ Bier in einem Pub ist deutlich teurer als in Deutschland.

Für Benzin,  KFZ-Steuern, Kasko- und Haftversicherung  nehmen extrem stolze Preise an, weshalb viele Einheimische oft vom Auto aufs Rad umsteigen. Als Auswanderer darf man zwar problemlos Auto fahren und kann seinen Führerschein behalten. Zwar sollte man bedenken, dass in England Linksverkehr herrscht und man sich hieran erst einmal gewöhnen muss.

Zwar sind die Lebenshaltungskosten in Großbritannien teilweise enorm hoch, diese rentieren sich aber wiederum durch die höheren Löhne und das höhere Einkommen der Bewohner. Zudem sind die Kosten und Löhne stark regional abhängig, das Leben auf dem Land, also auf der „country side“ ist oftmals wesentlich günstiger, hier gibt es allerdings auch weniger Verdienstmöglichkeiten. 

Wohnen im Vereinigten Königreich

Wer längerfristig in dem Vereinigten Königreich leben und wohnen möchte, sollte sich auf einiges gefasst machen: Die Wohnkosten sind in England immens hoch und es gibt immer weniger verfügbaren Wohnraum. Pro Woche zahlt man in Notting Hill für eine ein-Zimmer-Wohnung beispielsweise rund 225 Euro. Man sollte durchaus in Betracht ziehen, Wohnraum zu kaufen anstatt nur zu mieten, da dies oftmals eine günstigere Variante darstellt. Auch der Großteil der Briten, selbst Gutverdiener, wohnt derzeit in einem Eigenheim oder einer Wohngemeinschaft. Auch Auswanderer und Berufsanfänger haben auf dem flexiblen Immobilienmarkt und dank der entgegenkommenden Banken gute Chancen auf ein eigenes Haus.

Zudem ist es typisch, dass mehrere Parteien zusammen in einem Haus bzw. einzelnen Wohneinheiten wohnen, um sich somit die Kosten zu teilen und sich das doch so teure Leben leisten zu können. Diese Variante von wohnen wird auch „Shared Houses“ genannt.

Bei der Wohnungssuche ist allerdings zu beachten, dass die einzelnen Bezirke des Königreiches in Bezug auf Wohlstand stark unterschiedlich ausgeprägt sind. Während man beispielsweise im Osten Londons vermehrt auf Arbeitslosigkeit und Armut stößt, ist man im Westen der Stadt weitaus häufiger von Wohlstand umgeben und zahlt schnell etwas mehr für eine Wohnung. Gerade die Vororte Londons haben derzeit stark mit sozialen und kulturellen Konflikten zu kämpfen, da Haushalte mit niedrigerem Einkommen vermehrt von wohlhabenden Haushalten, die sich im Zentrum Londons niederlassen, verdrängt werden.

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