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Auswandern USA

Auswandern nach USA – Umzug über den Großen Teich

Im Jahr 2013 wanderten 13.532 Deutsche in die Vereinigten Staaten, mittlerweile leben mehr als 42,8 Millionen Deutsche in den USA und jährlich wandern weitere 12.000 Deutsche aus. Nicht nur unter den Deutschen sind die USA eines der populärsten Einwanderungsziele –  weltweit zählen die USA zu den Top Ten der beliebtesten Einwanderungsländern.

Spielen auch Sie schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken von einem Leben in den USA? Dann sollten Sie sich zuerst einmal mit detailliertem Fakten über die USA auseinandersetzen, denn bei einer Auswanderung in ein fremdes Land ist das übliche Urlaubswissen nicht mehr ausreichend und der Schritt über den Atlantik zu wagen ist in der Tat mit einigen Risiken verbunden.

Damit der Neustart im Land der unbegrenzten Möglichkeiten reibungslos gelingt, bedarf es also einer genauen Planung. Über Themen wie die verschiedenen Visa-Arten, Wohnungs-/Haussuche, Arbeitsmöglichkeiten, Finanzen und Selbstständigkeit sollten Sie sich vorab informieren, damit Sie sich so schnell wie möglich in dem amerikanischen Alltag und der fremden Gesellschaft einleben können.

Im folgenden Beitrag sind die wichtigsten Informationen zusammengestellt, die Sie für Ihren Umzug über den großen Teich benötigen. 

Warum in die USA auswandern? 

Es gibt tausend gute Gründe, warum es sich lohnt, in den USA zu leben.

Amerika hat zwar mit vielen Vorurteilen zu kämpfen und die ersten Assoziationen mit Amerika sind oft nur Fast Food Restaurants, unzählige amerikanische Flaggen und oberflächliche Einwohner. Allerdings besteht das facettenreiche Amerika aus weitaus mehr als nur Vorurteilen. Viele Menschen kommen nach Amerika, weil sie auf mehr Freiheit, Selbstständigkeit und eine bessere Welt hoffen.

Die USA fallen unter eines der reichsten, größten und damit auch vielfältigsten Länder der Welt. Außerdem zählen die Staaten zu den weltweit beliebtesten Reisezielen. 

Ob San Francisco, New York oder Las Vegas: Die weltbekannten geschäftlichen Metropolen sind von kultureller Vielfalt geprägt und vermitteln eine internationale Atmosphäre. Viele wirtschaftlich starke Unternehmen und Firmen sind hier angesiedelt.

Aber auch landschaftlich können die Vereinigten Staaten ihren Bewohnern und Besuchern einiges bieten: Große Seen und tiefe Wälder, Krater, meterlange Küstenlinien, Berge wie den Mount McKinley, Gebirge wie die Rocky Mountains oder Sierra Nevada, und der längste Fluss Amerikas, der Mississippi.

Die Landschaften, Metropolen und Regionen könnten kaum unterschiedlicher sein. Es herrscht nicht nur von Bundesstaaten zu Bundesstaat ein unterschiedliches Klima, auch die Mentalität der Menschen unterscheidet sich deutlich. Aber gerade das macht die USA zu einem der interessantesten und vielfältigsten Länder auf der ganzen Welt.

Im Frühling lässt sich der Nordosten des Landes besonders gut genießen: Städte wie Vermont oder New York sind für seinen Indian Summer mit herrlichen Laubfärbungen und viel Sonne bekannt. Wenn man auf der Suche nach subtropischen Regenwäldern und tiefen Trockenwäldern ist, reist man am besten in den Südosten des Landes. Und wenn einem im November immer noch nach Sommer zumute ist, macht man einfach einen Abstecher nach Miami, um dort am Strand noch ein paar Sonnenstrahlen genießen zu können.

Ein Highlight in den Vereinigten Staaten ist in jedem Falle eine Rundreise an die Niagarafälle. Zudem kann man problemlos nach Kanada fahren und sich Städte wie Montreal und Toronto anschauen.

Auch ein Besuch zum politischen Zentrum und zugleich der Hauptstadt der USA Washington D.C.  lohnt sich; hier befinden sich das Kapitol, der Kongress und das Weiße Haus (der Amtssitz des US-Präsidenten).

Über die USA 

Die Vereinigten Staaten zählen zu den bevölkerungsreichsten Staaten der Erde und beherbergen ca. 315 Millionen Einwohner. Da die USA ein sehr beliebtes Einwanderungsland ist und hier ca. 50 Millionen Einwanderer wohnen, herrscht auch eine große ethnische Vielfalt: Die Einwohner setzten sich aus vielen verschiedenen Nationen wie Europäern, Mittelamerikanern und Asiaten zusammen.

Bewohner 

82% der Einwohner in den USA sind Weiße und ca. 13% sind Schwarze und Mulatten. Außerdem leben in den Vereinigten Staaten rund 4% Asiaten und 1% Indianer.

Die stärkste Einwanderergruppe der USA sind Deutsche, die rund 15% der Bevölkerung ausmachen. Neben den deutschen Nachkommen gibt es auch viele Amerikaner mit Ursprung aus Irland, England, Frankreich, Italien, Polen und Schottland.

US- Amerikaner mit afrikanischem Ursprung leben vor allem in den Südstaaten und im Südwesten des Landes trifft man auf einen hohen Anteil an Hispanics, wodurch in Kalifornien, Arizona und New Mexico sehr viel Gebrauch von Spanisch als Alltagssprache gemacht wird.

Lebenshaltungskosten 

Die Lebenshaltungskosten sind immer abhängig von der Stadt bzw. der Region, in der man leben möchte. Florida ist beispielsweise einer der günstigsten Staaten, welcher zudem viele Arbeitsplätze bietet und keine Steuern auf Fahrzeuge und Lebensmitteln erhebt. Deshalb sind hier die Lebenshaltungskosten relativ niedrig.

Im Vergleich dazu muss man für eine Wohnung und den Lebensstandard in New York schon mal etwas tiefer in die Tasche greifen – vor allem die Wohnungsmieten sind hier kaum bezahlbar, wenn man keinen überdurchschnittlich hohen Gehalt verdient. Auch Einkaufen, im Restaurant Essen gehen, das Nachtleben und andere Bestandteile des alltäglichen Lebens nehmen in New York überaus stolze Preise an.

Generell lässt sich sagen, dass es einige Waren gibt, die deutlich günstiger sind als in Deutschland (wie zum Beispiel Markenkleidung) und andere Waren, die teurer sind. Da es in den USA unterschiedliche Steuergesetze gibt, ist manchmal auf den zu zahlenden Betrag noch eine Verkaufssteuer zu zahlen.

Sport 

Sport spielt in den Vereinigten Staaten eine besonders große Rolle. Während in vielen anderen Ländern Fußball der beliebteste Sport ist, wird diese Sportart bei den Amerikaner eher als zweitranging angesehen: hier steht American Football, Basketball und Baseball im Vordergrund. Aber auch andere Sportarten wie Tennis, Cheerleadern und Tanz sind für Amerika bekannt.

Im Winter steigen die Amerikaner dann auf Eishockey oder Ski fahren in den Rocky Mountains oder weltweit bekannten Skigebieten wie die Aspen um.

Auch der Universitätssport ist für die Amerikaner von Bedeutung, was wiederum erklärt, warum Stipendien für Studenten oftmals nicht nur von den akademischen, sondern auch von den sportlichen Leistungen abhängen.

Klima und Landschaft 

Da die Vereinigten Staaten immens groß sind und vielfältige Landschaftsformen beinhaltet, ist auch das Klima je nach Region sehr verschieden und wird sowohl durch Hoch- als auch Tiefdruckgebiete bestimmt. Im Norden herrscht eher ein kühles Klima, welches sich gen Süden in ein subtropisches und randtropisches Klima ändert. 

Da es in Amerika kein Ost-West Gebirge gibt, welches vor kalten Temperaturen schützt, kommt es besonders in Nordamerika in den Wintermonaten zu eisigen Kaltlufteinbrüchen. Dahingegen müssen Sie sich in Städten wie New York oder Boston in den Sommermonaten oft auf eine heftige Schwüle einstellen.

In Bundesstaaten wie Colorado oder Arizona ist die Luftfeuchtigkeit relativ niedrig, sodass hohe Sommertemperaturen hier weitaus besser ertragen werden können.

Ein konstantes Tropenklima wird man besonders in Hawaii und im Süden von Florida vorfinden. Im Sommer kann es zu einer hohen Niederschlagsrate kommen, die Trockenzeit ist eher auf den Winter ausgelegt.

Die höchsten Niederschläge der USA gibt es allerdings im Nordwesten an der Pazifikküste.

Der Rest des Landes ist eher gemäßigt und kontinental-kühl geprägt. Vor allem zur Grenze nach Kanada und an der Küste ist das Klima im Sommer heiß und schwül, während es im Winter eisig kalt werden kann. Auch in Neuengland, in Alaska (vor allem durch die hohen Gebirge) und an den Großen Seen herrscht ein arktisches Klima, wodurch die Temperaturen in den Wintermonaten um einiges sinken und es reichlich Schnee gibt.

Bereiche der Rocky Mountains und andere Gebirge wie die Appalachen genießen ein alpines Klima, hier wird man sowohl mit reichlich Schnee aber auch mit sehr vielen Sonnenstunden beglückt. In Kalifornien, aber auch in Nevada und Arizona gibt es viele interessante Skigebiete.

Im Gegensatz dazu findet man im Westen des Landes hauptsächlich Wüsten und Steppen wie zum Beispiel die Chihuahua-Wüste (Texas) oder Death Valley, auch bekannt als heißester Ort des Landes Death Valley.

Die USA ist besonders für seine vielfältige Fauna und Flora sowie die unzähligen Nationalparks und andere Schutzgebiete bekannt. Viele Wälder haben sich in den letzten Jahren durch Siedlungstätigkeit und Landwirtschaft stark verändert, dennoch findet man in den USA immer noch unendliche  Waldgebiete und naturbelassene Landschaften.

Die Artenvielfalt der USA ist faszinierend: Außerhalb der Metropolen in der wilden Natur ist viel Platz für Bären, Luchse, Wölfe, Alligatoren und unzählige Vogel- und Pflanzenarten, die nur in den USA oder Nordamerika vorkommen. Zurzeit gibt es in den Vereinigten Staaten 59 Nationalparks, darunter der bekannten Yellowstone-Nationalpark, der Grand-Canyon-Nationalpark und der Yosemite-Nationalpark.

Die Geschichte der USA 

1429 wurde Amerika von Christopher Columbus entdeckt. Die ersten Einwanderer kamen aus Asien und wurden auch Paleo-Indianer genannt. Es folgten vielzählige weitere Indianer und die Inuiten. Ab 1565 zog es dann auch die Europäer in die „neue Welt“: Zuerst siedelten sich Spanier und Franzosen kann, 1603 entstand im heutigen Virginia eine englische Kolonie und schließlich wurde das ganze 17. Jahrhundert durch mehr und mehr Siedler geprägt.

Kurz darauf kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen England und Frankreich aufgrund von jeweiligen Hoheiten. England entschied den Kampf für sich, wodurch an der Ostküste Nordamerikas bis zur Unabhängigkeitserklärung dreizehn englischen Kolonien entstanden.

1773 kam es im Hafen der amerikanischen Stadt Boston zur berühmten „Boston Tea Party“, ein Widerstand gegen die Kolonialpolitik der Engländer. Bostoner Bürger drangen als Indianer verkleidet in den Hafen ein und warfen 3 Ladungen Tee der East India Trading Company ins Hafenbecken.

Am 4.Juli 1776 wurde die amerikanische Unabhängigkeitserklärung unterschreiben und Amerika wurde zu einer eigenen Nation. Die zuvor unabhängigen Einzelstaaten wurden hiermit zum Teil einer Bundesrepublik.

1787 wurde dann die Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika verabschiedet und die ersten zehn Artikel dieser Verfassung, die Bill of Rights, wurden 1791 geschrieben. Hierdurch trat das grundlegende Gesetz der US- Bundesregierung in Kraft und der Schutz jeglicher Bürgerrechte wurde wirksam.

Die kommenden Jahre waren von Indianerkriegen und Bürgerkriegen geprägt: die texanische Revolution brachte die Unabhängigkeit Texas von Mexiko mit sich und die indianische Urbevölkerung wurde von den Weißen größtenteils vertrieben, was eine Westexpansion der weißen Siedler und eine Aufnahme von weiteren Bundesstaaten in die Union herbeiführte.

Währenddessen hatten viele Südstaaten mit Sklaverei zu kämpfen: durch das föderale System der USA war es den einzelnen Staaten selbst überlassen, ob sie Sklaverei zuließen. Da der Norden des Landes schon relativ industrialisiert war und viele Immigranten aufnahm, war hier keine Sklaverei notwendig. Der Süden war allerdings wirtschaftlich auf die Sklaverei und die harte Arbeit auf Baumwollfeldern angewiesen. Aus dem bitteren Konflikt zwischen Nord- und Südstaaten ging letztendlich der amerikanische Bürgerkrieg einher, der von 1861 bis 1865 anhielt und aus dem Sklaven mit einem Zusatzartikel zur Verfassung in den Vereinigten Staaten als freie Bürger anerkannt wurden.

Im Jahr 1877 begann in Amerika die Zeit der Industrialisierung, wodurch die USA einerseits erheblichen Zuwachs an Einwanderern gewann und andererseits zu einer weltweit führenden Wirtschaftsmacht wurde.

Es folgte die trockene und strikte Zeit der Prohibition, ausgelöst durch eine antikommunistischen Welle aus Russland, sowie die Große Depression und der damit einhergehende „New Deal“ zur Überwindung der Wirtschaftskrise.

Im zweiten Weltkrieg erklärte die USA 1941 Japan den Krieg, nachdem die Japaner Pearl Harbor angegriffen hatten.

Da der Krieg für Amerika und alle anderen Staaten sehr verlustreich war, wurde 1947 der Marshall Plan ins Leben gerufen wurde, um als Finanzhilfe für den Wiederaufbau in Europa nach dem 2. Weltkrieg zu dienen. Der Plan sollte auch dazu dienen, die Vereinigten Staaten als mächtigstes Land der Welt zu positionieren und als Supermacht In Zeiten des Kalten Krieges hervorzugehen.

Die darauffolgenden Jahre wurden durch den Vietnamkrieg, der daraus resultierenden Watergate-Affäre und dem Rücktritt von Präsident Nixon geprägt.

Unter der Regierung von Präsident Bill Clinton erlebten die USA einen wirtschaftlichen Aufschwung. Am 11. September 2001 erlitten die Vereinigten Staaten einen Terroranschlag auf das World Trade Center des Terrornetzwerks Al-Qaida. Dieses Geschehen nimmt einen erschütternden Schwerpunkt in der amerikanischen Geschichte ein. Der damalige Präsiden George W. Bush reagierte auf die Anschläge mit dem „Kampf gegen den Terrorismus“.

Der heutige demokratische Präsident der Vereinigten Staaten Barack Obama verhilft der USA derzeit zu besseren internationalen Beziehungen und zielt auf erneuerbare Energien, Ressourcenentwicklung, die Verbesserung des Sozialstaates, Entwicklungshilfe sowie eine ausgereifte Krankenversicherung.

Die amerikanische Küche

Die amerikanische Küche ist sowohl durch die verschiedenen Regionen als auch durch unterschiedliche Einwanderergruppen geprägt. Man findet in den Staaten nicht nur europäische Gerichte, auch die asiatische, afrikanische und mittel- bzw. südamerikanische Küche hat ihren Einfluss auf amerikanische Gerichte verstärkt.

Natürlich ist Amerika für seine Fast-Food Gerichte wie Hamburger, Pommes, Hot Dogs und saftige Steaks bekannt. Die verschiedenen Brotarten sind hierzulande alle relativ weizenlastig und die Amerikaner ziehen Tost dem in Deutschland so beliebten Schwarzbrot definitiv vor.

Auf die Alltagsküche des „Soul food“ sind die Amerikaner besonders stolz: hierzu zählen Chicken Wings, Spareribs, geräucherter Speck und Meatballs.

In Südstaaten wie Texas wird vor allem die Tex-Mex-Küche bevorzugt, welche einen starken mexikanischen Einfluss hat und die Gerichte bestehen aus Fleisch und Bohnen, Chili Con-Carne und Tacos mit sehr viel Schärfe.

Da Neuengland der europäischste Part des Landes ist, wird die Küche hier stark vom englischen Einfluss beherrscht: Wer ein Liebhaber von Apfelkuchen oder Baked Beans ist, sollte sich unbedingt mal durch die englische Küche in Neuengland probieren.

Visum beantragen 

Um ein Visum sollte man sich so früh wie kümmern. Jeder, der länger als 90 Tage in Amerika leben und arbeiten möchte, benötigt eine Greencard. Eine Greencard ist das Einwanderungsvisum für die Vereinigten Staaten und eine unbefristete Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung.

Je nachdem, was der Grund für Ihre Auswanderung ist, müssen Sie auch ein entsprechendes Visum beantragen: Entweder beantragt man das Visum für Einwanderung im Rahmen der Familienzusammenführung oder aber man beantragt das Einwanderungsvisum durch Arbeitsstelle/Investitionen.

Der sicherste Weg eine Greencard zu erhalten, ist die Heirat mit einem amerikanischen Staatsbürger oder ein Jobangebot von einem US-amerikanischen Arbeitgeber. Außerdem haben Sie die Chance, eine Greencard zu bekommen, wenn Sie Unternehmer sind oder wenn Sie an der Greencard-Lotterie teilnehmen und eine Greencard gewinnen.

Die Lotterie  wurde ins Leben gerufen, da die USA einen so großen Zuwachs an Einwanderern aus China und Mittel-/Südamerika hat und somit einige andere Einwanderungsgruppen vernachlässigt werden. Um die Vielfalt der Einwanderer zu gewährleisten, werden jährlich mehrere Aufenthaltsgenehmigungen nach festgelegten Länderkontingenten vergeben.

Das Visum für Familienzusammenführung kann bei der US-Einwanderungsbehörde beantragt werden. Damit ist man berechtigt, für eine unbegrenzte Zeit in den USA zu wohnen und sich dort einen ständigen Wohnsitz aufzubauen. Eltern, Kinder, Ehepartner und minderjährige Kinder haben die Möglichkeit, in die USA nachzureisen, wenn der US-Staatsbürger über 21 Jahre alt ist. Auch Geschwister und Hinterbliebene dürfen das  Visum auf Familienzusammenführung beantragen und in die USA auswandern. Es gelten zwei Arten von familien-basierter Einwanderung: Visa für unmittelbare Verwandte und Visa für weitere enge Verwandte. Da die Vergabe dieser Visumskategorie sich allerdings auf eine bestimmte Anzahl begrenzt, sollte man sich frühzeitigt bewerben und mit Wartezeiten rechnen.

Bei der Aufnahme eines Beschäftigungsverhältnisses sollte beachtet werden, dass hochqualifizierte Akademiker und Spezialisten bei der begrenzten Anzahl am Visum besonders gute Chancen haben und bevorzugt behandelt werden. Hierbei wird zwischen unterschiedlichen Visakategorien unterschieden:

  • Ein Visum für hochqualifizierte Personen (E1)
  • ein Visum für Personen mit besonderen Qualifikationen (E2)
  • ein Visum für Personen ohne besondere Fähigkeiten oder hohe akademischen Abschlüsse (E3)
  • ein Visum für spezielle Einwanderer und Mitarbeiter von Kirchen und Glaubensgemeinschaften (E4)
  • und das Visum für Investoren (E5). Als Investor kann man in die USA einwandern, wenn man ein Mindestkapital von bis zu 50.000 Dollar nachweisen und mindestens 10 Arbeitsplätze in neuen Wirtschaftsunternehmen in den Vereinigten Staaten erschaffen kann.

Bei der Beantragung der Greencard ist in jedem Fall auf Sorgfalt und Vollständigkeit der einzureichenden Dokumente zu achten. Die US-Regierung fordert von dem jeweiligen Bewerber eine ausreichende Schulbildung sowie Berufserfahrung und finanzielle Sicherheit. Als Nachweis können Sie Schulabschlüsse und Arbeitszeugnisse vorlegen.

Wenn Ihre Unterlagen bei der amerikanischen Behörde eingereicht wurden und ihre Unterlagen inhaltlich den Voraussetzungen entsprechen, wird nach einigen Wochen ein Termin beim zuständigen US-Konsulat vereinbart, bei welchem nochmal überprüft wird, ob Sie als Einwanderer in Frage kommen. Bei dem Interview müssen Sie die Antragsgebühren zahlen. Aufgrund der vielen Bewerber sollten Sie sich auf lange Wartezeiten einstellen. Wenn Sie allerdings eine Zusage haben, sollten Sie sich in den nächsten sechs Monaten auf den Weg in die USA begeben, da die Greencard ansonsten verfällt. 

Jobmöglichkeiten 

Die Mentalität der Amerikaner ist eine grundlegend andere als die der Europäer, was nicht nur daran liegt, dass der Staat weitaus weniger reguliert und kontrolliert als beispielsweise in Deutschland. Die Amerikaner schlagen sich hauptsächlich alleine durchs Leben und sind stets auf sich alleine gestellt. Somit herrscht in den USA nur ein dünnes soziales Netz und Eigenverantwortung spielt vor allem auf dem Arbeitsmarkt eine große Rolle.

Zwar werden auch Arbeitslose und sozial Schwache unterstützt und ebenso werden Krankenversicherungen und Rentenversicherung angeboten, allerdings decken sie nicht die Bedürfnisse eines jeden ab. Wer also nicht über eine gute Ausbildung oder einen reichen Unternehmergeist verfügt, sollte die USA und die etwas andere Kultur vielleicht nur als Urlaubsland anpeilen.

Allerdings ist dieser hohen Standard an Leistung und Erfolg auch positiv zu betrachten, denn er treibt die Leute an, ein effektives Leben zu leben und immer weiteren Fortschritt anzustreben.

Da es in den Staaten kaum Förderprogramme für Firmen gibt, ist das Land besonders für Unternehmer, hochqualifizierte Angestellte, Ärzte und andere Akademiker geeignet. Auch für Rentner ist Amerika durchaus erwägenswert.

Selbst wenn ein Jahresgehalt schnell bei einigen hunderttausend Dollar liegen kann, müssen auch die relativ hohen Lebenshaltungskosten bedacht und einkalkuliert werden.

Wer allerdings gewillt ist, einen neuen Job in den Vereinigten Staaten zu finden und mit Ehrgeiz und  Eigeninitiative an die Sache ran geht, der kann auf vielzähligen Jobportalen und Internetbörsen nach Jobangebote aus jedem Bereich aus Ausschau halten – ob IT, Finanzen, Kommunikation, Werbung und Schauspielerei: im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wird jeder seinen Traumjob finden.

Besonders gute Chance haben solche mit internationaler Erfahrung und langjährigem Spezialwissen bzw. einer sehr guten Ausbildung.

Man sollte beachten, dass Gehälter stark von den Regionen abhängen und der Gehalt für den gleichen Beruf in einer Stadt weitaus höher/niedriger sein kann als in einer anderen Stadt. In Florida bekommt man beispielsweise im Vergleich zu anderen Regionen weniger Gehalt, dafür sind hier aber auch die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger.

Da es ein reichliches Angebot an Arbeitskräften in Amerika gibt, ist es für die Firmen in Großstädten sehr einfach, den Preis oder das Gehalt zu drücken.

Versicherung

Das amerikanische Gesundheitssystem besteht vorwiegend aus privatem Krankenversicherungsschutz, eine staatliche Gesundheitsfürsorge gibt es nur für Leute, die älter als 65 Jahre sind und Behinderte. Derzeit sind 47,5 Millionen Amerika nicht krankenversichert, da sie sich eine private Krankenversicherung nicht leisten können, aber auch keinen Anspruch auf eine staatliche Gesundheitsfürsorge haben. Krankenhäuser sind nur in medizinischen Notfällen gesetzlich dazu verpflichtet, unversicherte Patienten zu behandeln. 84,7% der Einwohner Amerikas sind entweder privatversichert oder erhalten staatliche Gesundheitsfürsorge. Bei einem Großteil vermittelt der Arbeitgeber einen  Krankenversicherungsschutz.

Das amerikanische Gesundheitssystem ist mit Abstand das teuerste System weltweilt, und trotzdem ist es noch lange nicht ausgereift und enthält so einige Lücken. Seit 2014 gibt es allerdings eine Versicherungspflicht; einkommensschwache Amerikaner erhalten einen Zuschuss vom Staat, um ihre Versicherung zahlen zu können.  Da aber Krankenhäuser und Ärzte nicht an festgeschriebene Kostensätze gebunden sind, werden Behandlungen oft individuell berechnet, sodass bei einem Arztbesuch oder einer Behandlung oft horrende Kosten aufkommen können.

Wenn Sie schon bald in die USA umziehen, sollten Sie eine amerikanische Krankenversicherung abschließen. Möglicherweise kann Ihr amerikanischer Arbeitgeber Ihnen Informationen darüber zukommen lassen, welche Versicherung für Sie in Frage kommt. Die meisten Arbeitnehmer in Amerika sind in Gruppenversicherungen abgesichert, welche meistens gemeinsam mit dem Arbeitgeber getragen werden. Darüber werden dann auch die Familien der Arbeitnehmer versichert. Vergleichen Sie am besten die unterschiedlichen Versicherungen und finden die für Sie passende. Beachten Sie allerdings, dass zahnärztliche Leistungen nicht enthalten sind und hierfür eine weitere Versicherung abgeschlossen werden muss.

Tipp: Als Auswanderer mit der Langzeit-Reisekrankenversicherung richtig im Ausland versichert sein!

Wohnungs-/Haussuche 

Wenn man einen Auftrag von seinem Arbeitgeber bekommen hat, ist der Standort meist vorgegeben und die Firma kommt oft für die Wohnraumbeschaffung und einige Kosten auf. Wenn man allerdings auf Eigeninitiative für eine unbegrenzte Zeit in die USA geht, sollte man sich nicht nur fragen, in welcher Stadt man gerne leben möchte, sondern auch, ob man es sich leisten kann, dort zu wohnen.

Wohnungen findet man wie auch in Deutschland am besten über lokale Anzeigen in der Zeitung oder einen Immobilienmakler. Wenn man bereits bei den Vorbereitungen von Deutschland aus nach einer Unterkunft suchen möchte, gibt es vielzählige Internetportale, die zur Wohnungssuche geeignet sind.

Bei der Wohnungssuche in den Staaten gibt es allerdings 4 Dinge zu beachten:

  1. In den Wohnungsanzeigen in Amerika wird nur die Anzahl der Schlafzimmer und Badezimmer angegeben, Wohnzimmer und Küche werden hingegen nicht als Zimmer gerechnet. Bei größeren Objekten und Häusern wird zudem zwischen „Master Bedroom“ und „Guest Bedroom“ unterschieden.
  2. Die Größe der Wohnungen wird in Squarefeet (Quadratfuß) angegeben. Ein Squarefeet beträgt ca. 0,09 Quadratmeter.
  3. Mietverträge werden in den USA oftmals nur für ein Jahr oder weniger ausgestellt. Dies liegt vor allem an den vielen Umzügen, die ein Amerikaner in den Großstädten durchschnittlich macht. Nach einem Jahr wird Ihnen Ihr Vermieter allerdings einfach ein neues Mietangebot unterlegen und Sie können entscheiden, ob Sie den Vertrag verlängern oder sich eine neue Wohnung suchen.
  4. Die Mietpreise sind von vielen Faktoren abhängig: Zum Einen hat die Anzahl der Zimmer und die Lage der Wohnung einen Einfluss auf den Mietpreis. Je zentraler und besser die Wohnung gelegen ist, desto tiefer muss man für die Miete in die eigene Tasche greifen. Zudem sind Wohnungen in einem hohen Geschoss teurer, da sie als exklusiver angesehen werden. Auch die Länge des Mietvertrags bestimmt den Mietpreis, denn je länger Ihr Mietvertrag geht, desto günstiger wird das Wohnen in einer Mietwohnung. Außerdem werden die aktuellen Mietpreise stark vom Markt und Angebot/Nachfrage bestimmt. Im Sommer sind Wohnungen deutlich teurer als im Winter. Auch hauseigene Einrichtungen und Serviceleistungen tragen zu höheren Mietkosten bei. Die anfallenden Mietkosten sind manchmal monatlich, aber oft auch wöchentlich zu zahlen.

Fühlen Sie sich bereit für einen Neustart in den USA? Dann wünschen wir Ihnen schon jetzt  viel Erfolg bei den Vorbereitungen und eine tolle Zeit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten!