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Auswandern nach Thailand

Auswandern nach Thailand: Ein neuer Lebensmittelpunkt im Land des Lächelns

Ein Paradies auf Erden. Inmitten der Tropen, umgeben von Strand, Sonne und Meer. In Thailand lässt es sich durchaus gut leben. Und das auch noch bei niedrigen Lebenshaltungskosten. Kein Wunder, dass diese Vorzüge derzeit zahlreiche Auswanderer anlocken, die ihrem Lebenstrott und ihrer alten Heimat entfliehen möchten. Unter Palmen leben, die vielen Sonnenstunden genießen, mit der Gründung seines eigenen Geschäfts seinen Lebensunterhalt verdienen– das alles klingt zugegebenermaßen sehr paradiesisch.

So einfach wie es scheinen mag ist es aber oftmals nicht: Niemand baut sich in einem fremden Land ein neues Leben auf, um später unverhofft festzustellen, dass sich keine der Erwartungen bestätigt haben und man in seine Heimat zurückkehren muss, weil man nicht mit dem Lebensstil zurechtkommt, weil man in seinem Job nicht glücklich wird oder weil man sich finanziell das Genick gebrochen hat. Aus diesem Grund sollte man immer wissen, was einen erwartet. Auch in einem faszinierenden und spirituellen Land wie Thailand.

Zum Auswandern gehört demnach auch immer ein detaillierter Plan und eine intensive Auseinandersetzung mit dem fremden Land, welches schon bald zur neuen Heimat werden soll.

Warum nach Thailand?

Thailand biete sich für alle Altersgruppen an und bietet als Auswandererland neben ausgewogenem Klima mit milden Temperaturen über das ganze Jahr ohne eine wirkliche Winterzeit noch einen anderen entscheidenden Aspekt für viele Auswanderer: die Lebenshaltungskosten sind niedrig, die Lebensqualität hingegen ist sehr hoch.

Ein weiteres Merkmal, welches viele Deutsche dazu veranlasst, ihre Heimat in Deutschland aufzugeben ist die Kultur Thailands: im Kontrast zur europäischen Kultur werden einem hier eine buddhistische Kulturvielfalt, farbenprächtige traditionelle Feste und Bräuche, Tempel und imposant verzierte Gebäude geboten.

Umgeben von einer freundlichen Bevölkerung, für die Harmonie und Höflichkeit oftmals an erster Stelle steht, wird Auswanderern ein entspannter und konfliktfreier, aber auch sehr inhaltsreicher Alltag garantiert. Ausländer werden von den Thailändern in der Regel sehr gut in die Bevölkerung und die Lebensweise integriert.

Vor allem Senioren mit gesichertem Einkommen können von den vielen Vorzügen des Landes profitieren: nicht nur das warme Klima kommt vielen Leuten im Alter zu Gute, um einigen Alterskrankheiten entgegenzuwirken, auch die niedrigen Lebenshaltungskosten erlauben ein günstiges und gutes Leben, während man zeitgleich noch Anspruch auf die Altersrente hat.

Auch hohe medizinische Standards in den Städten sowie weit verbreitete Heilmethoden und vielfältige Therapiemöglichkeiten, von denen (nicht nur) Senioren Gebrauch machen können, sprechen dafür, hier einen luxuriösen Lebensabend zu verbringen.

Hinzu kommen komplexe Freizeitmöglichkeiten und sportliche Aktivitäten in einer atemberaubenden Naturlandschaft mit vielfältiger Flora und Fauna.

Viele sehen die Gründe zum Auswandern nach Thailand auch darin, einer Geschäftsidee nachzugehen und hier ein neues Geschäft zu eröffnen. Das Streben nach einer Herausforderung dieser Art sollte allerdings immer mit Vorsicht genossen werden.

Klima

Thailand und deren immerfeuchte Tropen werden durch ein warmes tropisches Klima und hohe Luftfeuchtigkeit geprägt. Das Klima ist recht konstant, weshalb es innerhalb eines Jahres so gut wie nie zu plötzlichen Temperatursprüngen kommt.

Am kältesten wird es in Thailand von November bis Februar. Mit dem deutschen Winter ist das Klima allerdings keineswegs zu vergleichen, wirklich kalt wird es in Thailand nie. In diesen Monaten liegen die Temperaturen immer noch bei 20°C. Lediglich in Nordthailand und einigen vereinzelten Regionen kühlt die Luft abends stark ab.

In den Monaten von März bis Mai steigen die Temperaturen im Lande erheblich an und zum Teil wird es, vor allem für Auswanderer aus Mitteleuropa, unangenehm heiß. Nicht selten haben einige Gebieten des Landes zu dieser Trockenzeit mit Wassermangel zu kämpfen.

Auf die heiße Jahreszeit folgt eine extreme Regenzeit, welche grundsätzlich von Juni bis Oktober andauert und sich mit jedem Monat steigert. Die Regenfälle sind existenziell für Thailands Landwirtschaft und Natur und fallen in den verschiedenen Gebieten unterschiedlich stark aus. In einigen Teilen des Landes breitet sich der Niederschlag sintflutartig aus, sodass kurzfristig auch der Strom ausfallen kann.

Landschaft

Thailands Natur ist eine ganz eigene für sich und zeugt von unglaublicher Vielfältigkeit: von Gebirgszügen und Küstenstreifen über Flüsse, Kokospalmen und Tropenwäldern bis hin zu Elefanten, Tiger und Leoparden.

Der Norden und Westen des Landes ist durch einige Gebirgszüge geprägt, im Nordosten liegt das Khorat-Plateau und im Süden Thailands befindet sich eine hügelige Landschaft mit kilometerlangen sandigen Küstenstreifen. Auch das Zentrum des Landes wird durch ein Gebirgssystem geprägt, welches von Bangkok bis in Richtung Kambodscha zieht. Zwischen den Gebirgen des Zentrums und des Westens liegt eine Schwemmlandebene, durch die auch der größte Fluss Indiens, der Chao Phraya fließt. Dies ist zudem die Region mit der dichtesten Besiedelung.

Zwar bestand vor einigen Jahren noch die Hälfte der Landesfläche aus Wald, allerdings ist vor allem der Regenwald drastisch geschrumpft, sodass derzeit nur noch 20% des Landes bewaldet ist. In den meisten Gebieten dominiert der Monsuntrockenwald. Im Süden findet man hingegen die Tropenwälder, welche noch als richtige Urwälder angesehen werden und mit Kokospalmen, Lotusblüten, Lianen und Moosen prahlen.

Einen nicht weniger schönen Anblick bietet die artenreiche Fauna Thailands. Während der Elefant eine lange Tradition darstellt und mit 2000 anderen Rüsseltieren in freier Wildbahn lebt, wird man in den Naturpacks vermehrt unterschiedliche Affenarten entdecken können. Die vielfältige Tierwelt wird zudem durch unzählige Reptilien, Amphibien und Schlagen bereichert. Auf Tiger wird man in freier Wildbahn inzwischen nur noch äußerst selten treffen; sie sind mit Leoparden, Nashörnern und 100 anderen Tierarten stark vom Aussterben bedroht.

Geschichte

Die Gründung Thailands wurde im Jahre 1238 mit der Entstehung der Hauptstadt Sukhothai im Norden des Landes niedergeschrieben. Die ersten Völker waren darauf bedacht, Thailands Entwicklung voranzutreiben: Die Bauernschaft des 14. Jahrhunderts konzentrierte sich auf den Anbau von Reis und Feldfrüchten, während die Bewässerungstechnik der Mon-Völker Wohlstand mit sich brachte.

Die Kulturen der Mon und Khmer, die vom 11. bis zum 13. Jahrhundert über Ostthailand herrschten, wurden allerdings von den Thai aus Südchina zunehmend überlagert und vertrieben.

Unter den Thai wurden mehrere Fürstentümer gegründet und vereinigt. Das derzeitige Königreich erstreckte sich über große Teile des Landes mit Sukhothai als erste Hauptstadt des Reiches.

Dieser Periode wurde allerdings ein Ende bereitet, als ein Fürst aus Ayutthaya die Macht übernahm. Unter der Krone des neuen Königs entwickelte sich Siam – der frühere Name Thailands- dank wirtschaftlichem und kulturellem Aufschwung zu einer der wohlhabendsten Städte des Ostens.

Doch mit einer Hauptstadt war es in Thailand nicht getan – 1350 leitete der damalige König Uthorn eine zweite Hauptstadt in Ayutthaya in die Wege, welche die alte Hauptstadt letztendlich übernahm. Dies hielt allerdings nicht lange an, bereits 1767 wurde Ayutthaya im Kampf gegen die Birmanen vernichtet, deren Reich sich weit ausbreitete.

Das Jahr 1782 markierte die Entstehung der neuen Hauptstadt: Bangkok. Im gleichen Jahr wurde unter dem Thronführer General Chakri die Dynastie gegründet und Siam erlang seine Macht zurück.

Das darauffolgende 19. Jahrhundert war durch die Unabhängigkeit des Reiches und viele westliche Reformen geprägt: Das Straßennetz wurde ausgebaut und die Eisenbahn wurde eingeführt. Was der westliche Einfluss dem Land allerdings nicht nehmen konnte was überaus reiche Kulturgut mit den berühmten Tempeln und Palästen. Im 20. Jahrhundert wurde der Fokus auf innenpolitische Reformen und Sozialstrukturen gelegt; die Folge war der Fall des Gottkönigtums im Jahre 1932 sowie der Beginn einer konstitutionellen Monarchie.

Diese Monarchie ist zwar stetig stabil, jedoch gab es in den letzten Jahren eine Vielzahl an Militärputschen, welche für eine unstabile Regierung und eine ungewisse zukünftige Stabilität Thailands sprechen. Trotz Instabilität ist König Bhumibol Adulyadev seit 1946 im Amt und somit das am längsten regierende Staatsoberhaupt der Welt.

Kultur und Bräuche

Eine überaus wichtige Bedeutung in der thailändischen Kultur, die ihren Ursprung größtenteils im Buddhismus findet, spielt nach wie vor die eigene Familie und deren Wohlstand. Ein weiterer wichtiger Bestandteil für die Bevölkerung Thailands ist Harmonie in Sozialbeziehungen und das Vermeiden von Konflikten. Äußert selten wird man sehen, wie zwei Einheimischen sich streiten; gerade deshalb bricht eine Auseinandersetzung jedoch schnell in grobe Gewalt aus.

Die thailändische Kultur ist im Vergleich zu manch einer europäischen Kultur sehr inhaltsreich und lebendig. Während die Feste mit viel Phantasie, Farben, Musik und Tanz gefeiert werden, ist auch der Buddhismus allgegenwärtig in Form von Tempeln und Ritualen präsent und beeinflusst die tiefgründige Lebensweise der Thailänder, welche allgemein als liebenswerte und angenehme Mitmenschen bezeichnet werden.

Weiterhin wichtig für Auswanderer ist die Zentralität von Höflichkeit und Respekt im Umgang mit seinen Mitmenschen. Einige wichtige Regeln zwischenmenschlicher Beziehung sollten vor allem von Ausländern beachtet werden. Auch die Sitten und Gebräuche sollten in keinem Fall kritisiert werden und ebenso sind negative Äußerungen über den Buddhismus oder das Königshaus unangebracht.

Wer sich für einen neuen Lebensabschnitt in Thailand entschließt, sollte sich auch darauf gefasst machen, eine neue Sprache zu erlernen. Die thailändische Sprache ist eine der sino-tibetischen Sprachen und legt großen Wert auf die Betonung der einzelnen Worte. Vor allem das andere Alphabet stellt für viele Auswanderer die ein oder andere Hürde dar. Zwar findet man sich im Alltag auch mit seinen Englischkenntnissen zurecht, wenn es allerding darum geht, ein Geschäft zu betreiben, können Kenntnisse im Thailändischen durchaus von Vorteil sein.

Einreisebestimmungen und Visa

Aufgrund der diplomatischen Beziehungen dürfen sich Deutsche ohne Visum für bis zu 30 Tage in Thailand aufhalten. Die Visabedingungen sind in Thailand besonders verschärft, sodass man eigentlich nicht von einem richtigen „Auswandern“ sprechen kann. Die thailändische Staatsbürgerschaft zu erlangen ist so gut wie unmöglich, auch die Auflagen für eine Daueraufenthaltsgenehmigung sind schwer zu erfüllen. Hiermit will die thailändische Behörde sogenannte „Dauertouristen“ aus Thailand fernhalten.

Um eine Daueraufenthaltsgenehmigung zu erhalten, muss der Antragsteller mindestens 3 Jahre ununterbrochen auf Basis des Non Immigrant Visums in Thailand gelebt haben. Die meisten Einwanderer erfüllen jedoch nicht die Anforderungen für die Jahresverlängerung des Visums und müssen somit alle 3 Monate ein-und ausreisen. Dieser Grenzgang ist wiederum mit hohen Kosten verbunden.

Zu den harten Bedingungen kommen obendrein noch immens hohe Visagebühren: Alleine für die Beantragung einer Daueraufenthaltsgenehmigung benötigt man 7600 Baht. Wer Glück hat und eine Genehmigung bekommt, muss zusätzlich 191.400 Baht zahlen. Man benötigt also 199.000 Baht, um sich die “Permanent Residence Permit“ zu erkaufen. Ein weiteres Hindernis ist die begrenzte Anzahl der Daueraufenthaltsgenehmigungen: Pro Jahr und pro Land werden maximal nur 100 Residence Permit vergeben.

Ausländer mit einem Non-Immigrant Visum müssen sich innerhalb der ersten 24 Stunden nach Einreise bei der Immigrationsbehörde melden.

Selbst Auswanderer mit einer Daueraufenthaltsgenehmigung genießen nicht die gleichen Vorzüge wie thailändische Staatsbürger. Auswanderer sind immer den Beschränkungen von Ausländern unterlegen und müssen vor allem in Bezug auf den Kauf von Land oder eine Arbeitserlaubnis oft den Kürzeren ziehen.

Deutsche ab 50 oder mit thailändischen Staatsbürgern verheiratete können von dem Non Immigrant „O“ Visum profitieren, welches mit einer Dauer von einem Jahr ein unbegrenztes Einreisen erlaubt. Nach 90 Tagen Aufenthalt in Thailand muss der Einreisestempel verlängert werden. Mit einer Rente von 60.000 Baht hat man die Möglichkeit, das Visum auf 1 Jahr zu verlängern.

Für Investoren und alle Auswanderer, die hier ein Geschäft betreiben möchten, gibt es die Kategorie Non Immigrant B Visum. Dieses Visum ist bis zu einem Jahr gültig und erlaubt mehrere Einreisen.

Vor kurzem wurde in Thailand das sogenannte Non Immigrant „O-A“ Visum eingeführt, welches es Auswanderern erlaubt, sich problemlos bis zu einem Jahr in Thailand aufzuhalten. Das Visum muss vorab bei der thailändischen Botschaft beantragt werden. Nach einem Jahr erhält man mit einer Aus- und wieder Einreise einen erneuten Stempel, mit dem man ein zweites Jahr in Thailand leben darf.

Krankenversicherung

Wer den großen Schritt nach Thailand wagt, sollte sich auch in Punkto Versicherungen ausreichend vorbereiten.

Die thailändische Bevölkerung profitiert von einer kostenlosen Krankenversorgung. Da Auswanderer hiervon nicht Gebrauch machen können, sollte sich jeder eigenständig versichern, um im Krankheitsfall eine Deckung zu erhalten.

Zwar ist das Gesundheitssystem hierzulande allgemein preiswerter als in Europa, jedoch werden bei Operationen oder langen Krankenhausaufenthalten auch hier sehr hohe Kosten auf einen zukommen. Zudem sollte man in einem tropischen Land wie Thailand mit extremen klimatischen Bedingungen besonders als Europäer stark auf seine Gesundheit achten.

Da viele thailändische Versicherungen allerdings eine Altershöchstgrenze haben, sollte man unbedingt eine längerfristige Versicherung abschließen und darauf achten, bis zu welchem Alter eine Erneuerung des Versicherungsvertrags garantiert wird. Nicht selten besteht die Gefahr, dass einem der Vertrag gekündigt wird, sobald man das 70. Lebensalter erreicht hat.
Zusätzlich sollte man beachten, ob die Zahlungsobergrenze des Vertrages ausreichend ist, sodass man im Falle einer schweren Krankheit in einem privaten Krankenhaus behandelt wird.

Medizinisch ist Thailand bisweilen – in den größeren Städten – sehr gut versorgt und modern ausgerichtet. Um in den staatlichen Krankenhäusern behandelt zu werden, zahlen thailändische Bürger monatlich 30 Baht.

Tipp: Auslandskrankenversicherungen für Auswanderer – Tipps und Ratgeber

Jobmöglichkeiten

Viele Auswanderer sehen in Thailand praktisch an jeder Straßenecke ihr großes Glück und eine brillante Geschäftsidee. So verheißungsvoll wie Geschäftsmöglichkeiten aussehen sind sie jedoch oftmals nicht.

Wer in Thailand einen geregelten Job haben möchte, sucht am besten in der Touristenbranche: Gefragt sind immer Tauchlehrer, Reiseleiter und Englischlehrer sowie auch Musiker, Köche und Webdesigner. Auch in der Hotellerie oder im Touristen- bzw. Immobilienbüro stehen die Chancen für Ausländer gut.

Auf dem thailändischen Arbeitsmarkt hat man grundsätzlich zwei Optionen: Entweder wird man von einer thailändischen Firma, beispielsweise von einem internationalen Großkonzern angestellt oder aber man eröffnet seine eigene Firma. Die zweite Wahl erscheint vielen oft einfacher, da man sich selbst als Manager einstellen kann, während man einen Job in einer thailändischen Firma lediglich bekommt, sofern man besondere Fähigkeiten auf einem Spezialgebiet hat. Nicht zuletzt sind die meisten Jobs auch den Einheimischen vorbehalten.

Für ausländische Unternehmer ist allerdings zu beachten, dass diese nur eine Kapitalgesellschaft betreiben dürfen und eine thailändische Partnerfirma einen Anteil von 51% an der Firma hält.

Bevor man sich nun die Frage stellt, welcher Art von Jobmöglichkeit man nachgehen möchte, muss man sich mit den thailändischen Arbeitsbedingungen vertraut machen: Auswanderer benötigen hierzulande eine Arbeitsgenehmigung. Diese ist von dem jeweiliger Tätigkeit und dem Arbeitsplatz abhängig und wird somit lediglich von der zuständigen Firma beantragt, welche darlegen muss, warum die Arbeitsstelle nicht von einem thailändischen Bürger besetzt werden kann.

Voraussetzung für die einjährige Arbeitsbewilligung ist eine in Thailand nachgefragte Qualifikation des Bewerbers. An die Genehmigung gebunden ist auch ein bestehendes Non-Immigrant Visum vom Typ B bzw. eine Daueraufenthaltserlaubnis sowie ein monatliches Mindesteinkommen von 50000 Baht. Hiervon ausgenommen sind lediglich mit einem thailändischen Staatsbürger verheiratete Ausländer.

Die Erteilung einer Arbeitserlaubnis stellt sich nicht gerade einfach dar, lediglich Investoren wird die Arbeitsgenehmigung erleichtert. Zudem gibt es eine Liste von Berufen, die Ausländer in Thailand nicht ausüben dürfen. Wer sich also damit zufrieden gibt, in der Touristenbranche tätig zu werden und Fähigkeiten als Reiseleiter, Tauchlehrer oder Koch mitbringt, sollte die Chance nutzen.

Lebenshaltungskosten

Das hervorragende Preis-Leistungsverhältnis ist wahrscheinlich einer der bedeutendsten Vorzüge Thailands und mit ausschlaggebend für den Umzug in das fremde Land. Die günstigen Lebenshaltungskosten, die gar nicht mit den deutschen Kosten zu vergleichen sind, wecken das Interesse für Thailand immer mehr. Besonders Rentner und Leute, deren Lebensunterhalt gesichert ist, können von den niedrigen Lebenskosten profitieren.

Auswanderer mit einem Jahresvisum müssen monatlich mindestens 65000 Baht auf ihrem Konto nachweisen können. Diese Summe entspricht ca. 1500 Euro, was auch zum Überleben empfohlen wird.

Jedoch lässt es sich auch mit wesentlich weniger Geld in Thailand gut leben: Wer nicht jeden Tag über die Stränge schlägt und allzu tief ins Portemonnaie greift, sollte mit umgerechnet 600-800 Euro im Monat auskommen, sofern man eine günstige Wohnung bezieht. Wer besonders günstig leben möchte, sollte für seine Unterkunft nicht mehr als 6000 Baht im Monat ausgeben.

Wenn der monatlich zur Verfügung stehende Betrag noch etwas höher ausfällt, kann man es sich mit bis zu 1200 im Monat schon sehr gut gehen lassen und einen entspannten Lifestyle leben.

Auf ein Leben wie ein König sollte man sich jedoch auch in Thailand nicht einstellen und so gar ohne finanziellen Rückhalt sollte man seinen Umzug gar nicht erst anfangen zu planen. Auch in Thailand wurde das Leben in den letzten Jahren durch den beträchtlichen Anstieg der Preise und den ungünstigen Wechselkurs des Euro teurer. Gerade für die Anfangszeit sollte man ausreichend finanzielle Mittel für eine neue Wohnung, Möbel, Versicherungen, ein Auto etc. bereithalten.

Aufgepasst: Als Ausländer wird man in Thailand gerne mal über den Tisch gezogen und muss vor allem bei Touristenattraktionen schnell mal das Dreifache von dem eigentlichen Preis zahlen.

Wohnungsmarkt

Wer auf der Suche nach einer Wohnung in Thailand ist, sollte sich nicht direkt auf die erstbeste Unterkunft stürzen. Zu empfehlen ist, sich nach der Unterkunft erst einmal in einem günstigen Hotel niederlassen und sich vor Ort auf die Suche nach einer Wohnung zu machen. Von Deutschland aus eine passende Wohnung zu suchen, ist eher wenig hilfreich, da es im Internet meist nur überteuerte Wohnungsangebote gibt, welche zukünftige Vermieter oder Makler anlocken sollen.

Wer eine Zeit in Thailand gelebt und sich akklimatisiert hat und beschließt, eine Immobilie zu erwerben, sollte sich von einem Makler und Rechtsanwalt umfassend beraten lassen. Im Internet wird man in Bezug auf Häuser und Wohnungen, die zum Verkauf stehen, kaum fündig werden.

Ein möbliertes Apartment findet man in Thailand ab 4000 Baht im Monat. Für ein möbliertes Haus sollte man hingegen mit mindestens 12000 Baht im Monat zuzüglich Nebenkosten rechnen. Die Mietpreise sind wie fast überall von der Lage und Ausstattung abhängig; Meerblick kostet selbstverständlich extra.

Wer auf der Suche nach einem günstigen Haus ist, sollte sich in den Bereichen um Pattaya umschauen. In den Regionen Phuket, Krabi und Koh Samui sollte man etwas mehr Geduld mitbringen, um eine wirklich günstige Unterkunft ausfindig zu machen.

Vor allem Senioren sollten sich überlegen, ihren Altersruhesitz in die Nähe von Touristenzentren zu legen. Zwar muss man abwägen, ob die Vielzahl der Touristen in der Hochsaison einen davon abhält, seinen Ruhestand zu genießen, allerdings gibt es vor allem in den Zentren von Pattaya und Phuket eine sehr gute medizinische Versorgung sowie deutschsprachige Ärzte.

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