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Auswandern nach Kanada

Auswandern nach Kanada – Wo Träume wahr werden

Kanada zählt zu den begehrtesten Traumzielen unter Auswanderer und nicht selten erfüllt sich ein deutscher Auswanderer den Traum von einem neuen Leben in Kanada. Aber was genau zieht die vielen Auswanderer in den zweitgrößten Staat der Erde? Ist es die unberührte und vielseitige Natur mit seinen unendlichen Weiten? Oder prickelnde Metropolen mit lukrativen Jobangeboten und die Aussicht auf einen sicheren Job? Oder ist es einfach die Hoffnung auf einen neuen, unbeschwerten Lebensabschnitt?

Warum gerade Kanada?

Kanada wurde bereits mehrfach zum Land mit der höchsten Lebensqualität gekürt. Und das liegt nicht nur an der geringen Arbeitslosenquote und wirtschaftlichen Vorzügen in international bekannten Metropolen, sondern auch an der faszinierenden unberührten Natur Kanadas. Kanada bietet Auswanderern, die ihrer Heimat den Rücken zukehren wollen, die perfekte Möglichkeit für einen chancenreichen Neustart.

Wunderschöne Bergseen, endlose Wälder, verschiedene Gebirgsregionen, kilometerlange Küstenlandschaften, die Grenze zur Arktis – Kanada ist ein Land der Stille und Einsamkeit, zugleich kann man sich unter Menschenmassen in pulsierenden Großstädten wie Toronto, Vancouver oder Montreal mischen. Kanada ist vielfältig und gerade das macht es für Auswanderer, Investoren und Firmen so interessant und attraktiv.

Viele Auswanderer sind beeindruckt von den ökonomischen Vorteilen, die Kanada mit sich bringt: In Kanada werden die zweitgrößten Erdölreserven der Welt gelagert, zudem gehört das Land zu den größten Getreide-Exporteuren der Welt und ist sowohl im Besitz von gigantischen Wasservorräten als auch von endlosen Waldflächen mit unzählbaren Holzvorräten. Die wichtigen Wirtschaftsbereiche Kanadas sind demnach vor allem Biotechnologie, Chemie und Holzindustrie. Auch Informationstechnologie, Mineralien, Erdgas und Öl haben für Kanada eine erhebliche Bedeutung.

Die Landschaft Kanadas hat für jeden Sportbegeisterten etwas im Angebot – Von Wassersport wie Segeln und Angeln über Wintersport wie Ski-und Snowboardfahren bis hin zu Jagdtouren in tiefen Wäldern. Kanada bietet perfekte Voraussetzungen für jegliche Freizeitaktivität.

Aber auch im facettenreichen Kanada ist der Alltag kein Zuckerschlecken und unterscheidet sich deutlich vom entspannten Urlaub. Über das typisch kanadische Alltagsleben sollte man sich im Vorfeld ausgiebig informieren, um sich so manch eine Enttäuschung zu ersparen. Auch mit dem Gesundheitssystem, dem kanadischen Arbeitsrecht sowie nötigen Behördengängen sollte man sich vertraut machen. Auswanderer, die mit Kind nach Kanada reisen, sollten sich zudem über das kanadische Schulsystem und die entsprechende Bildung erkunden. 

Klima & Landschaft in Kanada

Der Norden des Landes wird von arktischem und subarktischem Klima geprägt: Die Wintermonate sind kalt und sehr lang, die Sommerzeit ist dagegen kurz und meistens auch sehr heiß. Dadurch, dass es in Kanada keine Gebirgszüge gibt, die von West nach Ost verlaufen, dringen arktische Luftmassen in Mittelkanada oft weit in den Süden des Landes.

Aufgrund von maritimen Einflüssen herrscht lediglich in den südlichsten Landesteilen ein gemäßigtes Klima: Entlang der pazifischen Küste ist das Klima weitaus milder als im Landesinneren und auch in atlantischen Küstenbereichen sind die Temperaturen durch ozeanischen Einfluss niedriger. Am trockensten ist es in den Prärieprovinzen des Landes.

Die Vielfalt des Landes spiegelt sich vor allem in den verschiedenen Landschaftsarten wider. Obwohl 70% des Landes mit Wildnis bedeckt ist, lässt sich Kanada in viele viele naturgeographische Räume unterteilen: Im Norden befindet sich der Kanadisch-Arktische Archipel, weiter im Südosten des Landes liegt der Kanadische Schild, eine flachwellige Plateaulandschaft. Während man im Osten Kanadas auf die Appalachen, die Tiefländer um die Großen Seen und den Sankt-Lorenz-Strom trifft, ist der Westen von den 800 Kilometer breiten Nordamerikanischen Kordilleren geprägt.

In Kanada gibt es bemerkenswert viele Seen: Insgesamt machen 31 Seen eine Fläche von mehr als 1300 km² des Landes aus. Der Lake Superior See gehört beispielsweise zu den fünf Großen Seen. Diese sind die größte zusammenhängende Süßwasserfläche der Erde.

Zu Kanada zählen natürlich auch die so beliebten Niagarafälle. Diese bestehen aus den American Falls und den Canadian Falls und liegen an der Grenze von USA und Kanada zwischen Erie- und Ontariosee.

Kanada umfasst insgesamt 43 Nationalparks, von welchen der Wood-Buffalo-Nationalpark mit einer Fläche von 44.802 km² der größte Nationalpark ist. Beliebt ist auch der Banff National Park.

Zudem ist Nordamerika von zahlreichen Inseln umgeben, welche eine Gesamtfläche von rund 1,5 Millionen km² haben. Die meisten der Inseln Kanadas gehören zum Kanadisch-Arktischen Archipel. Im Atlantischen Ozean ist Neufundland die größte kanadische Insel, die Vancouver-Insel ist dagegen die größte Insel im Pazifischen Ozean. 

Die Gebirgsregionen lassen sich als Lebensräume von Elchen, Hirschen, Bären und Bergschafen ausmachen. Pelztiere wie Biber, Mardern und Füchsen haben den Nadelwald zu ihrem Zuhause gemacht. Die Waldtundra ist hingegen das Verbreitungsgebiet von Polarfüchsen und Karibus. Eisbären, Robben und Wale lassen sich vermehrt an den arktischen Küsten vorfinden. 

Die Bevölkerung Kanadas

Multikulturell und offen – diese zwei Wörter beschreiben zweifellos Kanadas Bevölkerung. Das Land ist von den Einflüssen vielzähliger Einwanderer mit den unterschiedlichsten Sprachen und Religionen der Welt geprägt. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Kanadas Bevölkerung offen gegenüber jeglichem Zuwanderer ist, ganz gleich welche Kultur dieser besitzt. In Kanada werden ethnische Minderheiten gerne gesehen und als Bereicherung für die gesamte Gesellschaft betrachtet.

Es kommen jährlich rund 200.000 Einwanderer nach Kanada; die unterschiedlichen ethischen Gruppen setzten sich aus Einwanderern aus Europa, der Karibik und Südasien zusammen. Von allen kanadischen Bewohnern stammt fast die Hälfte nicht von Franzosen oder Briten ab. In den vergangenen Jahren zog es vermehrt Bewohner aus den USA, dem Vereinigten Königreich, Italien, Frankreich und den Niederlanden nach Kanada. Heutzutage wächst auch die Einwanderungsquote von Chinesen stetig.

Obwohl oder vielleicht gerade weil Kanada so dünn besiedelt ist und durchschnittlich nur drei Einwohner auf einem Quadratkilometer leben, wurde Kanada mit der Zeit zu einem beliebten Einwanderungsland. Die Einwanderer aus aller Welt sind fasziniert von der unberührten Natur und der immensen Landmasse.

Englisch und Französisch sind bereits seit 1969 die anerkannten Amtssprachen in Kanada. Jedoch werden hier nicht nur die Sprachen zweier Kulturen vereint, auch die Bräuche, Traditionen und Kulturen der Englisch- und Französischsprachigen werden im Alltag von Kanada miteinander verbunden. Und obwohl ein Teil der kanadischen Bevölkerung sogar Deutsch spricht, sind gute Englischkenntnisse ein Muss, um im Beruf und Alltag zurechtzukommen.

Die Geschichte Kanadas

Bevor der italienische Seefahrer Giovanni Caboto am 14. Juni 1497 Kanada entdeckte, lebten dort die indianische Stämme „First Nations“ und die Inuit. Caboto landete auf einer kanadischen Insel und nahm das Land für England in Besitz.

1534 folgten die Franzosen: Jacques Cartier nahm einen Teil des Landes für Frankreich ein und besiedelte Quebec. Hier gründeten die Franzosen die erste kanadische Siedlung. Zu Anfangszeiten gab es keinerlei Streitigkeiten zwischen den zwei Kolonisten aus England und Frankreich, doch dies sollte sich bald ändern. 

Während es in Europa bei den Erbfolgekriegen zu Konflikten zwischen den Franzosen und Engländern kam, wurde auch das friedliche Zusammenleben in Kanada durch Kämpfe zwischen Frankreich und England unterbrochen. Im Jahre 1763 musste Frankreich schließlich nach vier Jahren Kampf seine Kolonien an Großbritannien abgeben. Nordamerika wurde in Lower (Québec) und Upper (Ontario) eingeteilt und stand ausschließlich unter englischem Besitz. 

Allerdings entschied man sich, Quebec weiter nach französischem Zivilrecht führen zu lassen und Religionsfreiheit zu wahren, um keinen Widerstand der Franzosen auszulösen. Dies kam hingegen den Amerikanern nicht gelegen, welche sich von den Briten abspalten wollten. Diese Spannung setzte sich im Britisch-Amerikanischen Krieg im Jahre 1812 fort, in welchem kanadische Soldaten, also sowohl Briten als auch Franzosen, Widerstand gegen die US-Amerikaner leisteten. 

1841 wurden Lower und Upper Kanada vereinigt und 1867 übernahm zum ersten Mal der Staat das Regierungssystem: ein bedeutungsvoller Schritt Kanadas in Richtung Unabhängigkeit.  Aufgrund des Amerikanischen Bürgerkrieges und der Angst vor einem weiteren Krieg wurde ein Zusammenschluss aller Provinzen mit der Kanadischen Konföderation gegründet. Kanada blieb jedoch weiterhin unter englischer Führung.

Unter britischer Führung kämpfte Kanada mit England an der Westfront; nachdem der Krieg zu Ende ging, trat Kanada dem Völkerbund bei. 1931 wurde Kanada schließlich die gesetzgeberische Unabhängigkeit durch das Statut von Westminster garantiert.  Während des zweiten Weltkrieges nahmen kanadische Soldaten auf Seiten der Alliierten an den Gefechten in Europa teil und gaben somit ihre sonst so außenpolitische Zurückhaltung auf.

Auf den zweiten Weltkrieg folgte eine Phase wirtschaftlichen Wohlstands. Diese wurde allerdings in den 60er Jahren durch Arbeitslosigkeit, starke regionale Unterschiede und separatistische Strömungen unterbrochen.

Nach 1945 machte sich Kanada politisch immer mehr an die USA fest und entzog sich von Großbritannien. Zudem baute sich das Land als bedeutungsvoller politischer Fürsprecher der UN von Maßnahmen für eine dauerhafte Friedenszeit aus.

1982 wurde in Kanada ein neues Verfassungsgesetz eingeführt, welches dazu führte, dass Kanada nun vollständig unabhängig von Großbritannien war.  

Die Aufenthaltsgenehmigung in Kanada

Kanada ist stets auf der Suche nach Einwanderern, von denen das beliebte und bedeutende Immigrationsland langfristig profitieren kann. Jedoch kann nicht einfach jeder kurzerhand nach Kanada einreisen – denn die Einwohner Kanadas sind anspruchsvoll. Wer beabsichtigt, dauerhaft in Kanada zu wohnen und zu arbeiten benötigt ein entsprechendes Visum.

Familienvisum:

Auswanderer, die zu Verwandten oder Ehepartnern nach Kanada ziehen möchte, haben die Möglichkeit, das Familienvisum (Family Class Visa) zu beantragen. Hierfür müssen sie in einem der folgenden Verwandtschaftsverhältnissen zu einem kanadischen Staatsbürger stehen:

  • Ehepartner(in)
  • Eltern und Großeltern
  • Unterhaltsberechtigte Kinder
  • Schwester, Brüder, Neffen, Nichten oder Enkel – wenn sie Waisen, unter 18 Jahre alt und nicht verheiratet sind.

Dabei müssen die kanadischen Angehörigen allerdings für den Visumsantrag bürgen können und über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Auswanderer nach Ankunft in Kanada zu unterstützen.

Skilled Migration Visum: 

Für die direkte Einwanderung als Fachkraft bedarf es einer Qualifizierung für das Visum „Skilled Worker and Professionals“. Dieses Visum wird mithilfe des kanadischen Punktesystems ausgeteilt, welches sich aus folgenden Kriterien zusammenstellt:

  • Ausbildung
  • Sprachkenntnisse
  • Arbeitserfahrung
  • Alter
  • aktuelles Arbeitsangebot
  • Anpassungsfähigkeit

Die Auswahlkriterien haben einen ganz bestimmten Zweck: Sie sollen alle Antragsteller herausfiltern, die in Kanada die größten Chancen haben, sich zu etablieren.

Als Arbeitnehmer müssen Bewerber des „Skilled Worker“ Visums eine Mindestanzahl von 67 Punkten erreichen, um eine Niederlassungserlaubnis zu erhalten. Auf der Priority Occupation List sind alle Berufe aufgelistet, mit denen man sich ohne Nachweis für dieses Visum bewerben kann. Voraussetzung ist hierbei, dass Antragsteller über eine mindestens einjährige ununterbrochene Vollzeitbeschäftigung in einem dieser Berufe verfügen. Auswanderer, deren Beruf nicht auf dieser Liste stehen, müssen ein Jobangebot in Kanada nachweisen können.

Eine weitere Notwendigkeit für das Einwandern ins Traum-Auswandererland ist ein polizeiliches Führungszeugnis. 

Investorenvisa: 

Um sich für diese Visakategorie zu qualifizieren, bedarf es einiger Voraussetzungen: Geschäftsleute und Unternehmer müssen nachweisen, dass sie mindestens zwei Jahre eine Tätigkeit im Management eines qualifizierten Unternehmens ausgeübt haben. Zudem müssen Investoren, die es nach Kanada lockt, Anteilseigner dieses Unternehmens sein. Der Eignungstest muss mindestens mit 35 Punkten bestanden werden. Eine weitere Voraussetzung ist ein Netto-Vermögen von mindestens CAD $ 1.600.000. Der Investor muss nachweisen, dass CAD $ 800.000 von diesem Vermögen in einen Regierungsfonds investiert werden können.

Entrepreneur Visum:

Dieses Visum ist ebenfalls für Geschäftsleute und Unternehmen interessant. Um mit dem Entrepreneur Visum nach Kanada auswandern zu dürfen, muss der Antragsteller nachweisen, dass er eine Firma geleitet hat, an welcher er beteiligt war. Zudem wird dem Erhalt eines Entrepreneur Visums ein Vermögen von mindestens CAD $ 300.000 sowie 35 Punkte im Auswahltest vorausgesetzt. 

Der Arbeitsmarkt Kanadas

Auswanderer sollten bereits ein gültiges Stellenangebot ihres kanadischen  Arbeitsgebers vorweisen können, um die beliebte Arbeitserlaubnis ausgestellt zu bekommen. Zusätzlich hierzu muss der Arbeitgeber den Nachweis vorbringen, dass er die Arbeitsstelle nicht mit einem Kanadier besetzten kann. Im Anschluss entscheidet die kanadische Botschaft, ob der Antrag angenommen oder abgelehnt wird.Einen klaren Wettbewerbsvorteil haben Auswanderer, die über eine qualifizierte Ausbildung, gute Sprachkenntnisse und geeignete Kontakte verfügen.

Ein ausreichendes Niveau an Englischkenntnissen ist vor allem für jene Auswanderer unvermeidbar, die in Kanada auf eine Berufung hoffen. Hierbei bietet der kanadische Staat als entgegenkommende Hilfestellung das kostenlose Programm „LINC“ (Language Instruction for Newcomers to Canada) an, welches Einwanderern mit einem festen Wohnsitz in Kanada zur Verbesserung der Sprachkenntnisse verhelfen soll.

Da Kanada eine sehr niedrige Bevölkerungsdichte hat, ist hier generell jede Fachkraft aus dem Ausland willkommen. Für Kanada ist Deutschland ein bedeutender Handelspartner; besonders gefragt sind Auswanderer mit besonderen Fähigkeiten. Vor allem deutsche Ingenieure, Techniker, Handwerker oder auch medizinisches Personal wie Ärzte und Krankenschwestern haben als Auswanderer gute Chancen auf einen Job. Aber auch über Köche und Bäcker sind die Kanadier sehr dankbar.

Auf der Liste der in Kanada gefragten Berufen stehen derzeit vor allem Diplom-Ingenieure, Techniker, Mechaniker und Berufskraftfahrer. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert. Wer noch kein Jobangebot in Kanada hat, sucht am besten von Deutschlands aus übers Internet nach einem Job. In Kanada könnte die Jobsuche allerdings etwas schwieriger verlaufen; ein angemessenes Jobangebot zu finden, welches den eigenen Verdienstvorstellungen und Berufsqualifikationen entspricht, könnte ohne jegliche kanadische Arbeitserfahrung ein Problem darstellen –  am besten wendet man sich vor Ort an das kanadische Arbeitsamt.

Zudem ist es wichtig zu beachten, welche Berufsqualifikationen in Kanada anerkannt werden. Einige Berufe werden in Kanada von einer Regulierungsbehörde geregelt, es bedarf also einer Genehmigung dieser Behörde, um beispielsweise als Arzt, Physiotherapeut, Pfleger oder auch Elektriker zu arbeiten. Aufgrund vieler offener Stellen wird es Einwanderern, die einen regulierten Beruf annehmen möchten, oftmals ermöglicht, vorerst in Kanada zu arbeiten und nachträglich die Prüfung bei der Regulierungsbehörde zu absolvieren.
Wer sich für einen nicht-regulierten Beruf qualifiziert, wird alleine vom Arbeitgeber als geeignet oder ungeeignet eingestuft.

Auswanderer sollten beachten, dass man in Kanada nicht ohne eine Sozialversicherungsnummer arbeiten darf. Diese muss also nach Einreise beantragt werden.

Das Gesundheitssystem und notwendige Versicherungen in Kanada

In jeder kanadischen Provinz gibt es ein eigenes Gesundheitssystem, die Leistungen der staatlichen Krankenkassen sind aber überwiegend die gleichen. Auch die, die Einwandern können von diesem Versicherungsschutz profitieren. Enthaltene Leistungen der Grundversorgung sind unter anderem Hausarztbesuche, Operationen, Krankenhausaufenthalte, Impfungen usw. Um seine medizinische Grundversorgung sicherstellen zu können, müssen Auswanderer drei Monate nach der Einreise eine Health Insurance Card beantragen.

Allerdings gibt es auch einige Leistungen, die nicht von der staatlichen Krankenversicherung abgedeckt werden wie zum Beispiel Krankenwagenfahrten, Medikamente und Zahnarztbehandlungen. Diese Leistungen müssen entweder selbst bezahlt oder durch eine Zusatzversicherung abgedeckt werden. Einwanderer können oft auf Pakete von Arbeitgebern zurückgreifen, welche diese Leistungen enthalten.

Die Basisrente in Kanada nennt sich Old Age Security. Von dieser gesetzlichen Altersversicherung können alle profitieren, die 65 Jahre und älter sind. Einwanderern steht die Versicherung aber nur anteilsmäßig zu, je nachdem, wie viele Jahre bereits in Kanada verbracht wurden.

Zusätzlich gibt es noch einen „Canada Pension Plan“. Diese Altersvorsorge wird ab dem 65. Lebensjahr gezahlt und ist abhängig von der Anzahl der Beschäftigungsjahre und der gezahlten Beiträge.

Die dritte Möglichkeit einer Altersversorgung in Kanada ist eine Privatrente. Die Rente wird durch Steuern entrichtet; da der Höchstsatz der staatlichen Rente in den meisten Fällen nicht zum Leben ausreicht, ist es unvermeidlich, einen private Rentenvertrag abzuschließen und somit für den Wohlstand im Alter zu sorgen. 

Lebenshaltung in Kanada

Die Lebenshaltungskosten sind vergleichbar zu denen in Deutschland. Während das Leben in einer Großstadt generell etwas teurer zugeht, halten sich die Lebenshaltungskosten auf dem Land niedriger. Dinge, die man hier günstig erstatten kann, sind unter anderem Lebensmittel, Kleidung, Benzin und Autos. Was Strompreise betrifft, sind diese auch günstiger, allerdings verbraucht man durchaus mehr Energie, um im Winter sein Haus warm zu halten.

Für Luxus- und Markenartikel wie beispielsweise Alkohol und Schokolade sowie Kfz-Versicherungen müssen kanadische Bewohner allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen.

Wie auch in den meisten anderen Ländern variieren die Lebenshaltungskosten innerhalb Kanadas. Während Ontario oder British Columbia beispielsweise als die teureren Gegenden bekannt sind, lässt es sich in den Provinzen entlang des Atlantiks sehr günstig leben.

Leben in Kanada

Zum Leben ist besonders die Provinz Alberta unter Auswanderern beliebt. Diese Region weist nicht nur eine geringe Arbeitslosenrate aus, sondern bietet einem Einwanderer auch sehr lukrative Job-Möglichkeiten.

Quebec ist die größte Stadt Kanadas; sie unterscheidet sich bedeutsam von den anderen Provinzen Kanadas: hier gilt ausschließlich Französisch als Amtssprache. Dementsprechend zeichnet sich Quebec auch durch eine etwas andere Lebensart aus: die Kultur, der Baustil, die kulinarische Küche, und sogar die Musik Quebecs sind von der typisch französischen Kultur geprägt. Die größte Stadt Quebecs ist Montreal mit ca. 1.6 Millionen Einwohnern.

Das beliebteste Reiseziel unter den Touristen ist wohl die Provinz Ontario, denn hier, an der Grenze zur USA, lassen sich die Niagara Fälle vorfinden – ein Anziehungspunkt für Reisende aus aller Welt. Toronto ist die Hauptstadt Ontarios und mit 2,6 Millionen Einwohnern zudem die größte Stadt Kanadas. In Ontario befindet sich auch die Landeshauptstadt Kanadas Ottawa. 

Die Mietpreise sind in Kanada oftmals höher als in Deutschland und variieren innerhalb des Landes relativ stark. Vor allem in den Ballungszentren fallen oft hohe Monatsmieten an. Die Mietpreise sind natürlich abhängig von der Gegend, dem Alter sowie dem Zustand des Objekts. Für ein Zimmer sollte man mit einem monatlichen Mietpreis von etwa CAD $ 350 rechnen, für ein Haus oder ein luxuriöses Appartement sollte man bis zu CAD $ 2.000 einkalkulieren. Grundsätzlich werden Mietverträge für einen Zeitraum von 12 Monaten abgeschlossen.
Aufgrund der hohen Mietpreise könnte allerdings ebenso ein Hauskauf in Erwägung gezogen werden. Kanadische Häuser werden oftmals in leichter Bauweise hergestellt.

Sie haben genüg Anregungen bekommen und wissen jetzt, warum es sich lohnt, nach Kanada auszuwandern? Dann machen Sie Ihren Traum vom Auswandern zur Wirklichkeit! Wir wünschen viel Erfolg bei einem neuen Lebensabschnitt im faszinierenden Kanada.

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