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Auswandern im 2017

Den Wunsch, sein Leben komplett zu verändern, trägt wohl jeder Mensch zumindest zeitweise in sich. Dabei ist das Auswandern, also der vollständige Umzug in ein anderes Land die wohl radikalste Art der Veränderung. Natürlich ist es sehr reizvoll, neue Kulturen und Menschen in einem Kontext kennen zu lernen, der nicht im Zusammenhang mit einer Urlaubsreise steht. Aber das Auswandern, wenn es denn zu einem gelungenen neuen Start in einem anderen Land führen soll, benötigt einiges an Vorbereitung. Im Folgenden nun ein paar Ratschläge und Tipps zum „richtigen“ Auswandern.

Das Auswanderungsziel

Für viele Menschen bestehen so genannte Traumländer, die zuerst durch die Medien wie das Fernsehen gesehen werden und von deren Landschaft oder Kultur eine große Faszination ausgeht. Kanada oder Australien sind beispielsweise solche Traumländer. In der Realität werden die Traumvorstellungen jedoch meist von harten Fakten überlagert. Aus diesem Grund ist die Schweiz das Land, in das die meisten Deutschen auswandern. In der Regel aus beruflichen Gründen. Auf den Plätzen 2, 3 und 4 befinden sich die USA, Österreich und England. Australien steht in der Rangliste auf dem neunten Platz und Kanada auf Platz 13, noch hinter Italien und China. Die Rangliste zeigt deutlich, dass eine Auswanderung oft einen beruflichen Hintergrund besitzt.

Vorbereitende Besuche

Eine Auswanderung dürfte vermutlich für jeden Menschen das größte Projekt seines Lebens darstellen. Darum ist der erste Schritt der, das Auswanderungsland erst einmal ein wenig kennen zu lernen. Dabei ist jedoch ein einwöchiger All inclusive Urlaub ein bisschen zuwenig. Aber auch mehrere, längere Urlaube geben zwar einen besseren Einblick in das Land und die dort herrschende Kultur, die Feinheiten und Eigenarten wird der Auswanderer erst so richtig kennen lernen, wenn sich der Lebensmittelpunkt im neuen Land befindet. Auf jeden Fall sollten vor der Auswanderung mehrere Besuche im Zielland erfolgen.

Die Sprache

Natürlich fällt es gerade erwachsenen Menschen oft schwer, eine neue Sprache zu erlernen, aber um auszuwandern sollten zumindest rudimentäre Sprachkenntnisse des jeweiligen Landes vorhanden sein. Wer nicht gerade in eine deutschsprachige Enklave umzieht, wird seine täglichen Geschäfte in der Landessprache abwickeln müssen und da hilft das oft auch nur geringfügig vorhandene Schulenglisch meist nicht weiter. Ein Sprachkurs bereits in Deutschland sorgt dafür, dass die ersten Hindernisse leichter zu überwinden sind und je länger sich der oder die Auswanderin unter Einheimischen aufhält, desto flüssiger kommt auch die Landessprache über die Lippen. Zudem lässt sich mithilfe der Landessprache viel einfacher Kontakt zu den dort lebenden Menschen aufbauen.

Wohnungssuche im neuen Land

Die vorbereitenden Besuche oder der Urlaub in der zukünftigen Heimat können auch schon zur Suche nach einer Wohnung oder einem Haus genutzt werden. Dabei erlernt der Auswanderungswillige gleich noch die dort herrschenden Spielregeln in Bezug auf Vertragsabschlüsse und Geschäftsgebaren. Die deutschen Konsulate und Botschaften in den jeweiligen Ländern sind übrigens gute Anlaufstellen für Informationen bezüglich der gesetzlichen Regelungen und es werden mitunter auch Tipps gegeben, in welche Fallen besser nicht gegangen wird.

Das alte Zuhause abschließen

Wenn der Auswanderungstermin feststeht, können die abschließenden Behördengänge vorgenommen werden wie der auf der Meldebehörde und dem Finanzamt. Ganz wichtig ist es, alle Steuererklärungen, soweit möglich, abzugeben. Das Finanzamt kann sehr hartnäckig sein.

Bankverbindungen

Ein Bankkonto in Deutschland ist auch für bereits Ausgewanderte immer eine gute Option, etwa um Online-Einkäufe abzuwickeln oder anderes. Allerdings gibt es aktuell nur zwei Banken in Deutschland, die den Unterhalt eines deutschen Girokontos bei ausländischem Wohnsitz gestatten. Das sind die Commerzbank sowie die DKB, wobei die Kreditkarte der DKB am Bankautomaten kostenlos ist. Ein großer Vorteil, da im Ausland auf die EC-Karte oft horrende Gebühren gelegt werden.

Mit Möbeln umziehen

Wer seinen Hausrat mitnimmt, sollte sich nach einer Spedition umsehen, die bereits Erfahrung mit dem jeweiligen Auswanderungsland besitzt. In vielen Ländern sind die Regelungen für die Einfuhr von Gütern unterschiedlich geregelt, da ist es wichtig, einem Spediteur sein Hab und Gut anzuvertrauen, der sich mit den landesüblichen Sitten auskennt.

Wer diese Tipps beherzigt, wird nicht alle Hürden im neuen Land überwinden, aber doch die meisten 🙂

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