Home >> Länderübersicht >> Auswandern nach Europa >> Auswandern nach Frankreich: Neue Heimat im Nachbarland
Auswandern nach Frankreich

Auswandern nach Frankreich: Neue Heimat im Nachbarland

La vie est belle… en France! Unser Nachbarland prahlt nur so mit Highlights und Hot Spots, die den ein oder anderen dazu verleiten, seine Zelte aufzubrechen und einen Neuanfang im schönen Frankreich zu fangen: Von Crêpes und Croissant, Baguette und Bordeaux, über den Eifelturm in der so romantischen Stadt der Liebe, der Hafenstadt Marseille und dem Touristenmagnet Nizza bis hin zu geschichtsträchtigen Kulturgütern, berühmten Malereien und großen Schriftstellern.

Zwar herrschen größtenteils positive Vorstellungen über das Leben im Nachbarland Frankreich, doch bevor man sich endgültig entschließt, nach Frankreich auszuwandern und seiner Heimat den Rücken zukehrt, sollten bedeutende Aspekte wie beispielsweise die Kultur, der Arbeitsmarkt und die Lebenshaltungskosten in Frankreich berücksichtigt und eingeplant werden.

Was hat Frankreich neben all seinen Anziehungspunkten und Attraktionen sonst noch zu bieten? Warum lohnt es sich, gerade hier her auszuwandern?  Und wie gestaltet sich das alltägliche Leben in Frankreich?

Warum gerade Frankreich?

Radikale moderne oder prunkvolle Geschichte? Großstädte mit weltweit bekannten Sehenswürdigkeiten oder idyllische Provinzen auf dem Land? Weiße Sandstrände oder hügelige Berglandschaften? Keine Sorge – in Frankreich müssen Sie sich nicht entscheiden, denn hier wird einem alles auf einmal geboten.

Die Franzosen bieten Auswanderfreudigen nicht nur einen Grund, um das alte Leben in Deutschland hinter sich zu lassen und sich auf einen neuen Lebensabschnitt im schönen Nachbarland Frankreich einzulassen.

Einer der Hauptaspekte, der fürs Auswandern nach Frankreich spricht, ist die Nähe zum Heimatland. Deutschland und Frankreich liegen nicht nur politisch nah beieinander, sondern auch geographisch. Wenn man nach Frankreich zieht, bleibt man also nah an der alten Heimat, zeitgleich taucht man in eine völlig andere Kultur und Lebensart ein.

Man hat die Chance, die vibrierende Metropole Paris und ihre faszinierenden Denkmäler, Boulevards, Kirchen, Museen und Parks kennenzulernen. Paris gilt als eine der bedeutendsten Kulturmetropolen der Welt. Die Hauptstadt nimmt jährlich Millionen Besucher in Empfang, die faszinierende Attraktionen wie das „Mona Lisa“ Gemälde im Louvre oder die Basilika von Sacré-Coeur, den Eiffelturm und die Nôtre-Dame-Kirche bestaunen möchten.

In Marseille, der wichtigsten Hafenstadt Frankreichs kann man an wunderschönen Stränden Sonne tanken, während der beliebte Touristenpol Nizza mit seinen unzähligen Yachten meist nur die Reichen und Schönen anlockt. Die französische Lebensart, Kultur und Architektur kann man auch in Lyon, einer der größten Städte Frankreichs erkunden, in der es das älteste Theater Frankreichs gibt.

Neben den kulturellen Highlights zählt aber auch die Lebensart Frankreichs zu den Gründen, warum sich ein „Leben wie Gott in Frankreich“ durchaus lohnt. Das Land verfügt über dieses gewisse Etwas, was vielleicht daraus resultiert, dass die Franzosen sich wirklich Zeit zum Leben nehmen, die Arbeit nicht immer an erster Stelle steht und hierzulande alles nur halb so schlimm erscheint.

Die Franzosen sind ein offenes Volk, dankbar für jeden, der sich bemüht, ihre Sprache zu lernen. Auch formale Behördengänge nehmen in Frankreich nicht viel Zeit ein, es gibt nicht mal eine Meldepflicht und Steuererklärungen stellen eine Leichtigkeit dar.

Im ganzen Land nehmen sowohl Kultur als auch Bildung eine sehr traditionelle und wichtige Position ein. Frankreich hat europa- und weltweit eine außergewöhnliche Tradition, da die Wahrung der französischen Kultur und Sprache stark gefördert und unterstützt wird.

Das französische Klima

Frankreich wird überwiegend durch ein gemäßigtes Klima und größtenteils milde Temperaturen geprägt, die Durchschnittstemperaturen liegen im Jahr bei 11°C. Ausgenommen hiervon sind lediglich der Norden und die Alpenregion.

Im Winter sinken die Temperaturen meist auf 1-2°C. In den Bergen sind die Chancen auf   Schnee sehr hoch, woran sich vielzählige Freunde des Wintersports erfreuen. Im Flachland fällt hingegen weniger Schnee.

Oftmals kann schon im Frühjahr mit 20°C das Badewetter eingeleitet werden. Der Sommer ist in Frankreich dann warm und reich an Sonnenstunden. Die Durchschnittstemperaturen liegen zwar insgesamt nur bei 18°C, in Regionen wie Marseille oder Brest wird es aber oft bis zu 25- 30°C warm. Nur im Norden des Landes ist es auch im Sommer recht frisch und feucht.

Die Regionen des Landes lassen sich in vier Klimazonen teilen:

In Zentralfrankreich herrscht ein kontinentales Klima mit relativ milden Temperaturen  und einigen extremen Hitzewellen. Insgesamt fällt hier wenig Regen.

Der Westen des Landes wird durch ein ozeanisches Klima und atlantische Tiefdruckgebiete geprägt, welches kühle und feuchte Sommer mit reichlich Niederschlag, dafür aber milde und schneefreie Winter mit sich bringt.

Im Osten Frankreichs ist das Hochgebirgsklima dominierend: In den Pyrenäen oder den Alpenregionen finden Wintersportler mit ausgiebigen Schneefällen perfekt passende Wetterbedingungen.

Der Landessüden wird durch ein Mittelmeerklima begünstigt: Hier kann das Thermometer schnell mal über 40°C klettern. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt in diesen Regionen bei 16°C. Insgesamt sind die Sommer trocken, warm und sonnig.

Die Landschaft Frankreichs

Frankreich zählt zu den vielfältigsten Ländern Europas: Die 22 Regionen prahlen nicht nur mit zahlreichen Gebirgen und schneebedeckten Gipfeln im Südosten des Landes (im Südwesten die Pyrenäen und im Südosten die Alpen), sondern an der Atlantikküste auch mit langgezogenen zerklüfteten Küstenlandschaften, Sandstränden und Badeorten mit vielen Sonnenstunden. Im Norden und Westen des Landes befinden sich hauptsächlich Ebenen und Hügellandschaften.

Ob kilometerweite Wanderwege, klare Flüsse und Kanäle, Naturparks, wilde Schluchten in den ungewöhnlichsten Formen oder Pyrenäen: Frankreichs Landschaft bietet seinen Bewohnern eine unglaubliche Vielfalt.

Frankreich ist das einzige Land, welches mit einer Küstenlinie von 5.500km im Norden an die Nordsee und den Ärmelkanal grenzt und gleichzeitig im Westen an dem Atlantik und im Süden am Mittelmeer liegt.

Somit ist es auch von vielen landschaftlichen Highlights geprägt und versprüht an der Côte d’Azur nicht nur mediterranes Flair, sondern in der Normandie auch ländliche Idylle und weite weiße Sandstrände.

Die vier größten Flüsse des Landes befinden sich mit der Seine im Norden, mit der Loire und Garonne im Westen Frankreichs und der Rhône  zwischen dem Mittelmeer und der Schweiz. Zudem gehören viele Überseegebiete und mehrere Inseln zu Frankreich.

Die Kultur und Bevölkerung

Wer in ein fremdes Land zieht, muss sich immer bewusst sein, dass nicht nur die Landschaft, das Klima und die Sprache eine Veränderung mit sich bringen. Auch auf eine neue Kultur und andere Gewohnheiten und Lebensarten der Einheimischen sollte man sich einlassen.

Frankreich ist mit einer Bevölkerung von 66,03 Millionen das zweitgrößte Land der EU. Da von diesen aber 12 Millionen in der Region Île de France und im Ballungsraum Paris (einem der größten Ballungsräume Europas) wohnen, sind die Bewohner Frankreichs sehr ungleichmäßig auf die einzelnen Regionen des Landes verteilt.

1 Millionen Menschen haben sich in der zweitgrößten Stadt Marseille im Süden Frankreichs angesiedelt.

Der Rest der Bevölkerung hat sich auf die kleineren Regionen verteilt. Der Südosten des Landes zwischen Rhônetal und Italien ist aufgrund des mediterranen Klimas vor allem unter Leuten im Ruhestand sehr attraktiv.

Einer der wichtigsten Aspekte der französischen Kultur ist zweifelsohne die Landessprache: Französisch zählt zu den drei bedeutendsten Sprachen auf der Welt und gilt als wichtige Kultursprache.

Wer nach Frankreich auswandert, sollte unbedingt vorab einen Intensivkurs machen, um sich mit der französischen Sprache vertraut zu machen und zumindest alltagstaugliches Französisch zu sprechen.

Alternativ gibt es auch vielzählige Möglichkeiten, in Frankreich einen Sprachkurs zu besuchen, wie zum Beispiel beim Institut Français oder an einer Volkshochschule.

Die Einheimischen sehen es sehr gerne, wenn Ausländer sich die Mühe machen und versuchen, deren Sprache zu lernen. Ein weiterer Vorteil sind die beruflichen Chancen, die sich mit dem Beherrschen der Sprache ergeben.

Was schießt einem noch in den Kopf, wenn man an die französische Kultur denkt? Ganz genau, die französische Küche mit all ihren Delikatessen und kulinarischen Weinen. Von Baguette und französischem Käse, über Quiche Lorraine und Pastis, bis hin zu edlem Burgunderwein – die vielseitige Cuisine Française ist weltweit beliebt und genießt das Ansehen als eine der einflussreichsten Landesküchen Europas.

Neben einer interessanten Landessprache und gutem Essen hat Frankreich zudem vielzählige kulturelle und architektonische Highlights im Angebot. Hierzu zählen nicht nur beliebte Touristenziele wie der weltbekannten Eifelturm, das Louvre, der Élysée Palast, der Mount Saint Michel und das Schloss Versailles, sondern eben auch prähistorische Sehenswürdigkeiten fernab vom Tourismus, mittelalterliche kleine Städte, Lavendel-Routen in der Provence, Weinstraßen, Burgen und Festungen aus dem Römischen Reich in Elsass und Lothringen sowie faszinierende Gebäude romanischer Architektur im Loire-Tal.

Frankreichs Kultur wird zudem durch viele Einwanderer verschiedenster Nationen wie aus Afrika, Osteuropa und Portugal geprägt.

Eine geschichtsträchtige Vergangenheit

Der Beginn des französischen Nationalstaates wird mit Hugo Capet gekennzeichnet, welcher ab 987 die königliche Macht in Frankreich etablieren konnte. Die Jahre bis zum 16. Jahrhundert waren durch Kriege und Schlachten um die französische Krone unter zahlreichreichen Monarchen geprägt, die ihre  Machtposition auf ganz Frankreich ausdehnen und die Grenzen des französischen Königreichs festigen wollten.

Das 17. Jahrhundert führte zur Konsolidierung des Staates, in dem der “Sonnenkönig” Ludwig XIV in Frankreich herrschte. Unter der Staatsform Absolutismus besaß Frankreich nicht nur die Vormachtstellung in Europa, auch die  französische Kunst und Kultur wurden unter Ludwig XIV stark gefördert.

Folgend brach die Zeit der europäischen Kolonialherrschaft an: Frankreich eroberte Kanada, einige Gebiete der USA und die Karibischen Inseln, musste aber später viele dieser Gebiete an den größten Gegner Großbritannien wieder abgeben.

Die Herrschaft Ludwigs XVI und somit auch Form der Monarchie wurde 1789 mit der Französischem Revolution von 1789 gestürzt. Die Auslösung der Ersten Republik in 1792 brachte eine gesellschaftliche Umwälzung mit sich.

Unter Napoleon, der eine Alleinherrschaft in Frankreich anstrebte, wurde Frankreich zu einem der führenden europäischen Mächte und eroberte bis zu Napoleons Niederlage im Jahr 1814 viele Gebiete auf dem europäischen Kontinent.

Aber auch nach Napoleons Herrschaft blieb Frankreich ein beherrschender Faktor und begann mit dem Aufbau eines zweiten Kolonialreichs: Frankreich herrschte über afrikanische Länder, alle Gebiete der Sahara und einen großen Teil des Indischen Ozeans.

Im Anschluss war Frankreich größtenteils durch republikanische, imperialistische und monarchistische immer wechselnde Regierungsformen geprägt. Seit 1870, der Niederlage von Napoleon III., ist Frankreich jedoch eine Republik.

Aus dem ersten Weltkrieg, indem Frankreich und Deutschland Hauptgegner waren,  ging Frankreich zwar als Siegernation hervor, allerdings wurde das Land weitestgehend zerstört und verwüstet. Im Völkerbund, der nach dem Krieg errichtet wurde, hatte Frankreich als politische und militärische Vollmacht eine starke Stellung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Frankreich im Algerienkrieg, welcher das Ende der Republik kennzeichnete, allerdings seine größten Kolonien Algerien und auch Vietnam.

Ab 1949 richtete sich Frankreichs Politik stark auf eine europäische Integration aus und gründete mit anderen Ländern zusammen die NATO, die UNO und den Europarat.

Ende der 50er Jahre, erhielt Frankreich unter dem Amt von de Gaulle, den Status einer Atommacht.

Der Elysée-Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit war ein wichtiger Schritt in Richtung zunehmender Unabhängigkeit und der heutigen EU.

1958 wurde eine neue Verfassung erstellt und die Fünfte Republik Frankreichs gegründet. Unter dem Staatsoberhaupt und Präsidenten Nicolas Sarkozyist Frankreich eine zentralistisch organisierte Demokratie: Föderalismus – sprich starke Bundesländer und wichtige Großstädte – gibt es in Frankreich nicht.

Der französische Arbeitsmarkt

Frankreich kommt als größter landwirtschaftlicher Erzeuger mit einem überaus dynamischen Agrarsektor eine besondere Stellung innerhalb der Europäischen Union zu. Vor allem der Weinanbau kann sich hierbei beweisen: Das Land ist die Heimat von vielzähligen Weinbaugebieten und weltweit der größte Produzent von Weinen und Spirituosen wie Bordeaux oder Burgund. Auch der Export von Produktionsgütern wie Verkehrsmitteln, Medikamenten und Elektrogeräten trägt zur Wirtschaft Frankreichs bei.

Zudem kommt auch dem Dienstleistungssektor derzeit eine große Bedeutung zu und beschäftigt aktuell viele Arbeitskräfte in der französischen Wirtschaft.

Der französische Arbeitsmarkt steht den Deutschen bis auf einige Ausnahmen weitestgehend offen. Chancen haben vor allem Arbeiter aus den Branchen Anlagebau, Elektro-, Informations- und Kommunikationstechnik und im Maschinenbau.

Zu den Wachstumsbranchen zählen ebenfalls  Luftfahrtindustrie, die Gastronomie, Medizin- und Umwelttechnik, Bauwirtschaft, der Dienstleistungssektor und chemische Industrie. Auch Ingenieure, Techniker, Pfleger und Physiotherapeuten sind in Frankreich gefragte Berufe.

Frankreichs Volkswirtschaft wurde in der Vergangenheit immer mehr privatisiert: Es sind zwar fast alle Berufe für Ausländer frei zugänglich, es gibt allerdings auch Berufe, die eine staatliche Anerkennung voraussetzen. Die EU hat für diese Berufe Richtlinien entwickelt, welche die gegenseitige Anerkennung von Abschlüssen regeln und kontrollieren soll. Wenn Sie also zum Beispiel als Arzt oder Lehrer tätig sein möchten, sollten Sie sich informieren, ob Sie Ihren Beruf ausüben können, bevor Sie sich bewerben.

Wer hauptsächlich aufgrund seiner Karriere nach Frankreich zieht, sollte durchaus seine Chancen auf einen Job im Schmelztiegel Frankreichs Ausschau halten: Paris ist nicht nur eine der bedeutendsten Weltstädte und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes, sondern auch der Standort von vielen großen Dienstleistungsunternehmen und Banken Frankreichs.

Was man allerdings bedenken sollte: Die Arbeitslosenquote in Frankreich liegt bei ca. 9% und auch in Paris gibt es eine hohe Anzahl an Arbeitslosen. Die Regionen Elsass, Bretagne, Île de France und Limousin gehören zu den Bezirken mit der niedrigsten Arbeitslosenquote im Land.

Was noch gut zu wissen ist: Nachdem man 6 Monate gearbeitet und in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, haben auch Auswanderer Anspruch auf Arbeitslosengeld.

Versicherungen, Einreisebedingungen und Behördengänge in Frankreich

Dank des Sozialversicherungsabkommens innerhalb der EU hat jeder in Deutschland gesetzlich Krankenversicherte einen Anspruch auf die Leistungen der entsprechenden Gebietskrankenkasse in Frankreich.

An Krankenversicherungen gibt es in Frankreich nur die „Assurance Maladie“. Diese staatliche Versicherung deckt 70% der Kosten, die für Arztbesuche und Medikamente aufkommen. Die restlichen Kosten müssen entweder eigens oder von einer Zusatzversicherung gezahlt werden, die Sie zusätzlich zur staatlichen Krankenversicherung abschließen können. Viele dieser Zusatzversicherungen werden für den Arbeitnehmer als Zusatzleistung angeboten.

Die Einreise nach Frankreich ist keine große Hürde: man benötigt lediglich seinen Personalausweis bzw. Reisepass, ein Visum ist nicht notwendig. Solange man ein geregeltes Einkommen vorweisen kann, ist ein unbefristeter Aufenthalt in Frankreich kein Problem.

In Frankreich gibt es zwar keine Meldepflicht, wenn Sie aber dann einen festen Wohnsitz haben und sich bereits länger als drei Monate im Land befinden, sollten Sie sich beim zuständigen Rathaus anmelden und sich eine Aufenthaltserlaubnis zulegen. Diese kann in vielen Fällen sehr hilfreich sein wie beispielsweise beim Eröffnen eines Kontos.

Ohne Wohnsitz darf man in Frankreich kein Bankkonto eröffnen, andersrum gilt aber auch, dass man ein Bankkonto benötigt, um einen Mietvertrag unterschreiben zu können. Deshalb sollte man sich vorerst eine vorläufige Bestätigung vom Vermieter geben lassen, mit welcher man dann ein Bankkonto eröffnen kann.

Zudem sollte man als Arbeitnehmer vorerst eine Sozialversicherungsnummer beantragen, sobald man einen festen Wohnsitz in Frankreich hat.

Frankreichs Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten in Frankreich liegen im Schnitt etwas höher als in Deutschland. Vor allem Paris ist deutlich teurer als so manch eine deutsche Großstadt und unterscheidet sich (nicht nur) in Bezug auf die Mieten von den ländlichen Regionen Frankreichs.

Wer günstig Lebensmittel einkaufen möchte, fährt besser zu einem der großen Einkaufszentren am Stadtrand, anstatt in den kleineren Läden in der Innenstadt mit einem hochpreisigen Angebot einzukaufen. Hierbei sollte man besonders für Lebensmittel wie Fleisch- und Wurstwaren sowie für Tabakwaren etwas mehr einkalkulieren, als man es in der Heimat tun würde.

Alkoholische Getränke sind in Frankreich jedoch vergleichsweise günstig.

Teuer ist in Frankreich aufgrund der mautpflichtigen Autostrecken auch das Autofahren. Die Benzinpreise sind hierzulande zwar mit denen in Deutschland vergleichbar, allerdings variiert der Preis oft stark an den verschiedenen Tankstellen. Auch die Steuern weichen regional gesehen stark voneinander ab, was man bei der Wahl des Wohnungsorts berücksichtigen sollte.

Der Wohnungsmarkt

Wie nicht anders zu erwarten schlägt Paris, welches in jeder Hinsicht der Mittelpunkt des Landes ist, mit seinen Mietpreisen ordentlich zu Buche. Hier liegen die Mieten weit oberhalb einiger deutscher Großstädte.

Wer nach Frankreich auswandert, um Karriere zu machen, sollte die hohen Mietpreise in Kauf nehmen und in eine der Großstädte, vorzugsweise Paris, ziehen. Für wen hingegen die Lebensqualität im Vordergrund steht, der kann auf die Zentralregierung in Paris verzichten und sich in den Provinzen im Süden des Landes niederlassen.

Wohnungen werden hierzulande meistens über einen Immobilienmakler vermittelt. Um eine Mietwohnung zu erlangen, muss man allerdings einige Voraussetzungen erfüllen: Interessierte müssen mindestens das Dreifache vom monatlichen Mietpreis verdienen. Zusätzlich benötigt es einen Bürgen mit französischer Staatsbürgerschaft bzw. französischem Wohnsitz, der bestätigt,  dass Sie genug finanzielle Mittel haben, um die Miete zahlen zu können. Dieser Bürge benötigt ebenfalls einen Einkommensnachweis.

Bei dem Abschließen eines Vertrages gibt es in Frankreich jedoch eins zu beachten: Da der Vorvertrag einer Wohnung rechtlich bindend ist, sollte man ihn von einem Notar schließen lassen.